Mozart-Denkmal in Wien: Marmor, Don Giovanni und ein Notenschlüssel

The Mozart Monument in the Burggarten, Vienna

Das Mozart-Denkmal ist eine Statue aus weißem Marmor von Wolfgang Amadeus Mozart im Burggarten, dem Schlossgarten neben der Hofburg in Wien. Es wurde 1896 enthüllt, fünf Tage nach dem Tod seines Bildhauers, und im Sommer steht es hinter einem Blumenbeet in Form eines Notenschlüssels.

Das Mozart-Denkmal auf einen Blick

  • Wo: im Burggarten, gleich hinter dem Eingang vom Burgring, im 1. Bezirk.
  • Geschaffen: enthüllt am 21. April 1896 auf dem heutigen Albertinaplatz; 1953 in den Burggarten versetzt.
  • Von: dem Bildhauer Viktor Tilgner, mit dem Architekten Karl König.
  • Was es heute ist: eines der bekanntesten Denkmäler Wiens, etwa 7,5 Meter hoch, in einem für alle offenen Park.
  • Zeitbedarf: 10 bis 15 Minuten, länger, wenn du dich in den Garten setzt.

Ein langer Weg zum Denkmal

Wien begann 77 Jahre vor der Enthüllung, Geld für ein Mozart-Denkmal zu sammeln, doch die Wahl von Standort und Entwurf dauerte Jahrzehnte. Orte wie der Rathauspark und der Stadtpark waren im Gespräch, und es brauchte zwei Wettbewerbe, um einen Entwurf zu finden. Viktor Tilgners Vorschlag kam bei der Fachjury nur auf den zweiten Platz, doch das Mozart-Denkmal-Komitee zog ihn dem Siegerentwurf von Edmund von Hellmer vor. Tilgner starb am 16. April 1896; das Denkmal wurde fünf Tage später auf dem Albrechtsplatz, dem heutigen Albertinaplatz, enthüllt, und seiner Signatur wurde das Todesdatum hinzugefügt.

Beim Luftangriff auf Wien am 12. März 1945 wurde das Denkmal beschädigt. Nach der Restaurierung wurde es am 5. Juni 1953 an seinem heutigen Platz im Burggarten aufgestellt, ergänzt um zwei neue Pfeiler, und es entstand ein neuer Eingang vom Ring in den Garten. 1992 schenkte die Stadt Wien Tokio eine Kopie des Denkmals.

Worauf du achten solltest

  • Mozart selbst, an einem Notenpult stehend, gemeißelt aus weißem Laaser Marmor aus Südtirol.
  • Das Relief auf der Vorderseite mit zwei Szenen aus der Oper Don Giovanni, darunter das Erscheinen des Steinernen Gastes.
  • Das Relief auf der Rückseite nach einer Zeichnung von Louis Carmontelle: Mozart mit etwa sechs Jahren beim Musizieren mit Vater Leopold und Schwester Nannerl.
  • Die bewegten Putten rund um den Sockel, die die Macht von Mozarts Musik darstellen und stilistisch schon an den Jugendstil erinnern, sowie Masken und Kränze am Sockel.
  • Der Notenschlüssel im Blumenbeet vor der Statue, in der Saison bepflanzt, und die geschwungene Balustrade, die das Denkmal umrahmt.

Mozart in Wien

Mozart zog 1781 nach Wien und verbrachte hier die letzten zehn Jahre seines Lebens; hier schrieb er einige seiner berühmtesten Opern, darunter Die Hochzeit des Figaro und Don Giovanni. Er starb 1791 in der Stadt und wurde auf dem Sankt Marxer Friedhof begraben. Das Denkmal im Burggarten ist Wiens prächtigste Ehrung für ihn; die einzige erhaltene seiner Wiener Wohnungen, das Mozarthaus beim Stephansdom, ist heute ein Museum.

Tipps für deinen Besuch

  • Komm zwischen spätem Frühling und frühem Herbst, um den blühenden Notenschlüssel zu sehen; im Winter ist das Beet leer.
  • Morgens fällt das Licht schön auf die Vorderseite, und der Garten ist vor dem Mittagsandrang ruhiger.
  • Geh einmal nach hinten, um das Familienrelief zu sehen, das viele übersehen.
  • Verbinde den Besuch mit der Hofburg und der Albertina, beide wenige Gehminuten entfernt.

In der Nähe

  • Palmenhaus: das große Jugendstil-Glashaus am hinteren Ende des Burggartens, mit Café und Schmetterlinghaus.
  • Albertina: das Kunstmuseum am Albertinaplatz, dem Platz, auf dem das Mozart-Denkmal ursprünglich stand.
  • Hofburg und Heldenplatz: die kaiserliche Palastanlage direkt neben dem Garten, mit dem geschwungenen Trakt der Neuen Burg hinter der Statue.

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