Stadtturm in Innsbruck: 133 Steps to the Watchmen’s Lookout

The Stadtturm city tower in Innsbruck old town

Der Innsbrucker Stadtturm erhebt sich wenige Schritte vom Goldenen Dachl über der Altstadt. Er wurde 1450 als Teil des alten Rathauses fertiggestellt, war jahrhundertelang der Posten der Türmer, die nach Bränden Ausschau hielten, und seine Galerie in 31 Metern Höhe bietet einen der besten Nahblicke auf die Altstadt und die Berge ringsum.

Der Stadtturm auf einen Blick

  • Wo: Herzog-Friedrich-Straße 21 in der Innsbrucker Altstadt, angebaut an das Alte Rathaus, nahe dem Goldenen Dachl.
  • Gebaut: 1442–1450 im spätgotischen Stil; die Zwiebelhaube ersetzte 1560 den ursprünglichen gotischen Spitzhelm.
  • Was er heute ist: ein Aussichtsturm für Besucher, mit einer Aussichtsgalerie in 31 Metern Höhe, die man über 133 Stufen erreicht.
  • Höhe: rund 51 Meter bis zur Spitze der Haube.
  • Zeitbedarf: 30–45 Minuten für Aufstieg und Aussicht; einen Aufzug gibt es nicht.

Türmer, Gefangene und eine Renaissancehaube

Die Innsbrucker Bürger bauten den Turm Mitte des 15. Jahrhunderts neben ihrem Rathaus, als Zeichen bürgerlichen Selbstbewusstseins und als praktischen Ausguck. Er war rund 50 Jahre fertig, bevor Kaiser Maximilian I. ein Stück die Straße hinunter das Goldene Dachl anbauen ließ. Die unteren Geschosse aus massivem Stein dienten als Stadtgefängnis; deshalb sind die Fenster unten vergittert. Etwa ein Jahrhundert nach der Fertigstellung ersetzte man den spitzen gotischen Helm durch die Zwiebelhaube der Renaissance, die dem Turm bis heute seine Form gibt.

Fast 450 Jahre lang lebten und arbeiteten Türmer ganz oben. Sie hielten Tag und Nacht Wache und schlugen Alarm, wenn sie in den eng bebauten Gassen darunter Feuer oder andere Gefahren sahen. Heute steht die Galerie rund um das obere Geschoss allen offen, die die schmalen Treppen hinaufsteigen, und der Turm gehört weiter zu den Wahrzeichen, die die Silhouette der Altstadt prägen.

Worauf du achten solltest

  • Der Kontrast zwischen dem schweren, quadratischen Steinsockel und den schlankeren, achteckigen Obergeschossen mit der grünen Zwiebelhaube darauf.
  • Die vergitterten Fenster in den unteren Geschossen, eine Erinnerung an die Zeit als Gefängnis.
  • Die Galerie, die in 31 Metern Höhe rund um den Turm führt: Du gehst im Freien, die Dächer der Altstadt direkt unter dir.
  • Von oben: das Goldene Dachl unter dir, der Inn, die Nordkette im Norden sowie Bergisel und Patscherkofel im Süden.
  • Das Alte Rathaus am Fuß des Turms, das Bürgerhaus, an das der Turm im 15. Jahrhundert angebaut wurde.

Der Blick der Türmer

Auf der Galerie verstehst du sofort, warum die Stadt hier einen Ausguck anlegte. Die Altstadt ist kompakt, die Dächer stehen dicht an dicht, und aus 31 Metern kannst du fast jede Gasse verfolgen. An klaren Tagen scheinen die Berge zum Greifen nah: Im Norden ragen die Gipfel der Nordkette auf, im Süden erkennst du den Bergisel mit seiner Sprungschanze.

Tipps für deinen Besuch

  • Komm früh am Tag oder am späten Nachmittag, um Wartezeiten an den engen Treppen zu vermeiden, auf denen nur begrenzt viele Personen gleichzeitig sein dürfen.
  • Wähle einen klaren Tag: Die Berge sind der Hauptteil der Aussicht, und tiefe Wolken verdecken sie völlig.
  • Die Stufen sind steil und schmal und die Galerie ist ausgesetzt, also trag festes Schuhwerk und halte kleine Kinder gut fest.
  • Verbinde den Aufstieg mit dem Goldenen Dachl und der Hofburg, beide nur wenige Gehminuten entfernt.

In der Nähe

  • Goldenes Dachl: der spätgotische Prunkerker mit vergoldeten Kupferschindeln, gebaut für Kaiser Maximilian I., ein paar Schritte die Straße hinunter.
  • Helblinghaus: ein gotisches Haus mit reichem Stuck aus dem 18. Jahrhundert, gegenüber dem Goldenen Dachl.
  • Hofburg und Hofkirche: die kaiserliche Residenz und die Hofkirche mit den Bronzefiguren rund um Maximilians Grabmal, wenige Minuten entfernt.
  • Innbrücke und Mariahilf: Überquere den Fluss für die bunte Häuserzeile am Inn mit der Nordkette dahinter.

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