
Der Rheinturm ist Düsseldorfs Fernsehturm, eine 240,5 Meter hohe Betonnadel am Rheinufer und das höchste Bauwerk der Stadt. Von der Aussichtsebene in 168 Metern Höhe blickst du über den Rheinbogen, die Altstadt und den MedienHafen. Sein bester Trick liegt außen: Die Lichter am Schaft bilden eine funktionierende Uhr, die oft als größte Digitaluhr der Welt bezeichnet wird.
Der Rheinturm auf einen Blick
- Wo: am Rheinufer neben dem Landtag Nordrhein-Westfalen und der Rheinkniebrücke, am Rand des MedienHafens.
- Erbaut: 1979 bis 1981; übergeben am 1. Dezember 1981, für Besucher geöffnet am 1. März 1982.
- Von: Architekt Harald Deilmann; die Lichtuhr stammt vom Künstler Horst H. Baumann.
- Heute: ein aktiver Fernmeldeturm mit Aussichtsebene und Bar in 168 Metern und einem Drehrestaurant in 172,5 Metern Höhe.
- Zeitbedarf: etwa eine Stunde für Auffahrt und Aussicht; ein paar Minuten am Ufer, wenn du nur die Uhr ablesen willst.
Ein Wahrzeichen für das Telefonnetz
Düsseldorfs erster Fernmeldeturm, 1960/61 auf einer Anhöhe bei Gerresheim gebaut, war nur 75 Meter hoch und bot bald keinen Platz mehr für neue Antennen. Die Deutsche Bundespost brauchte einen neuen Turm nahe der Zentralvermittlungsstelle in der Innenstadt, und die Stadt wollte etwas, das Menschen besuchen können. Der Standort am Rhein neben der Rheinkniebrücke erfüllte beides. 1977 begann ein Architekturwettbewerb, und eine der Bedingungen war eine Turmform, die sich deutlich von vorhandenen abhebt. Ende 1978 gewann Harald Deilmann mit einem schlichten Entwurf, dessen Turmkorb sich wie ein Kelch öffnet.
Baubeginn war am 20. Januar 1979. Der Schaft wuchs in 2,5 Meter hohen Abschnitten mit einer Kletterschalung, wie man sie sonst für Kühltürme verwendet, und ein Kletterkran wuchs mit. Im März 1981 wurde die Kanzel verglast, im April der Antennenträger aufgesetzt, und am 24. November 1981 montierte Baumann seine Lichtuhr. Mehr als 7.500 Kubikmeter Beton stecken im Turm. Eine Antenne für digitales Fernsehen brachte ihn 2004 von 234,2 auf die heutigen 240,5 Meter.
Worauf du achten solltest
- Die Lichtuhr: Der Lichtzeitpegel läuft an der zur Altstadt gewandten Seite des Schafts hinunter. Es ist eine 24-Stunden-Uhr, die von oben nach unten in drei Abschnittspaaren gelesen wird: Stunden, Minuten und Sekunden, jeweils erst Zehner, dann Einer. Zähl die leuchtenden Lampen in jedem Abschnitt, und du hast die Uhrzeit.
- Der kelchförmige Turmkorb: Deilmanns Entwurf erkennst du schon von weitem am Fluss, mit Aussichts- und Restaurantetagen im ausladenden Kopf.
- Der Blick aus 168 Metern: An klaren Tagen siehst du den Rheinbogen, die Dächer der Altstadt, die Rheinbrücken und die Kräne und Türme des Hafens.
- Das Drehrestaurant: Die Restaurantetage in 172,5 Metern dreht sich langsam einmal im Kreis, sodass sich die Aussicht beim Essen verändert.
- Der Turm bei Nacht: Nach Einbruch der Dunkelheit heben sich die Lichter der Uhr am besten vom Schaft ab, gut zu sehen von der Promenade.
Ein Turm, doppelt so hoch wie der Eiffelturm?
Der Name Rheinturm ist älter als der Turm. Vor dem Ersten Weltkrieg schlug der Deutsche Stahlwerksverband für Düsseldorf einen ‘Rheinturm’ vor: einen 500 Meter hohen Stahlfachwerkturm, der den Eiffelturm um 200 Meter überragen sollte, wobei zwei seiner vier Pfeiler auf den Bögen einer Rheinbrücke ruhen sollten. Das statisch fragwürdige Projekt wurde nie gebaut. Die Stadt musste bis 1981 auf ihren Turm warten, halb so hoch und aus Beton statt Stahl.
Tipps für deinen Besuch
- Fahr an einem klaren Tag hinauf, am besten am späten Nachmittag: So siehst du die Stadt bei Tageslicht und dann, wie unter dir die Lichter angehen.
- Lern die Uhr zu lesen, bevor du kommst: Es macht Spaß, die Zeit von der Rheinpromenade oder der Altstadt aus abzulesen.
- Prüf vorher die Öffnungszeiten; die Aussichtsebene ist gelegentlich wegen privater Veranstaltungen und an manchen Feiertagen geschlossen.
- Verbinde den Turm mit einem Bummel durch den MedienHafen und dann nordwärts über die Rheinuferpromenade in die Altstadt.
In der Nähe
- MedienHafen: der alte Hafen, heute Medienviertel, bekannt für Frank Gehrys verdrehte Bauten des Neuen Zollhofs. Er beginnt direkt neben dem Turm.
- Landtag NRW: das runde Parlamentsgebäude von Nordrhein-Westfalen, direkt neben dem Turm am Fluss.
- Rheinuferpromenade: der Weg am Fluss vom Turm zur Altstadt, gesäumt von Stufen, auf denen man sitzt und den Schiffen zuschaut.
- Altstadt: mit der Basilika St. Lambertus, dem Burgplatz und dem Alten Rathaus, ein schöner Spaziergang flussabwärts nach Norden.
Düsseldorf mit World City Trail entdecken
Unsere Schnitzeljagd in Düsseldorf macht die Altstadt zu einem Spiel, das du auf deinem Handy spielst. Die Route verbindet 10 Stationen und dauert etwa zwei Stunden, davon rund 24 Minuten zu Fuß. Sie führt zur Basilika St. Lambertus, zum Alten Rathaus und zur Kunstsammlung, alle in der Altstadt, einen Spaziergang am Fluss vom Turm entfernt.
Wenn dir ein anderes Format lieber ist: In Düsseldorf gibt es auch einen selbstgeführten Stadtrundgang und ein Outdoor-Escape-Game.
Die Schnitzeljagd in Düsseldorf spielen →
Den selbstgeführten Stadtrundgang durch Düsseldorf machen →
Das Outdoor-Escape-Game in Düsseldorf spielen →
Fakten geprüft im Oktober 2026.
