Das Denkmal für die Gefallenen: Ein umstrittenes Wahrzeichen auf Teneriffa

Auf der belebten Plaza de España von Santa Cruz de Tenerife steht ein markantes Denkmal, das eindringlich und kraftvoll an die komplexe Geschichte Spaniens im 20. Jahrhundert erinnert. Jahrhunderts. Dieses imposante Bauwerk, das als Denkmal für die Gefallenen (Monumento a los Caídos) bekannt ist, ist mehr als ein einfaches Mahnmal; es ist ein Symbol für eine gespaltene Vergangenheit, ein Relikt der Franco-Diktatur und der Mittelpunkt einer anhaltenden nationalen Debatte über historische Erinnerung und Gerechtigkeit. Ein Besuch auf der Insel ist nicht vollständig, ohne dieses kontroverse Wahrzeichen und die Geschichte, die es erzählt, zu verstehen.

Monument für die Gefallenen
Monument für die Gefallenen

Das Symbol eines triumphierenden Regimes

Das Gefallenendenkmal wurde nach dem brutalen Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) errichtet. Nach den Vorstellungen des Franco-Regimes sollte es die Soldaten von den Kanarischen Inseln ehren, die im Kampf für die siegreiche nationalistische Seite gefallen waren. Das 1949 eingeweihte Denkmal war ein ausdrückliches Propagandainstrument, das die neue politische Ordnung und die Männer, die für sie kämpften, verherrlichen sollte. Es wurde in Form eines Triumphbogens mit einem Betonkreuz in der Mitte errichtet und spiegelt mit seinem strengen und monumentalen Stil die nationalistische Architektur der damaligen Zeit wider.

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Das von dem Architekten Tomas Machado Mendez und dem Bildhauer Enrique Cejas Zaldívar entworfene Denkmal sollte durch seine imposante Präsenz eine ständige, sichtbare Erinnerung an die Opfer sein, die für die Sache des Regimes gebracht wurden. Die in den Sockel eingemeißelten Figuren stellen das heroische Ideal des franquistischen Soldaten dar, das in krassem Gegensatz zu der modernen, demokratischen Gesellschaft steht, die sich seitdem in Spanien entwickelt hat.

Monument für die Gefallenen
Monument für die Gefallenen

Das Gesetz über das historische Gedächtnis und die öffentliche Debatte

Jahrzehntelang hat die Monument für die Gefallenen blieb ein stiller, wenn auch nicht allgemein akzeptierter Teil des Stadtbildes von Santa Cruz de Tenerife. Mit dem Übergang zur Demokratie und der Verabschiedung des Gesetzes zur historischen Erinnerung (Ley de Memoria Histórica) im Jahr 2007 wurde der Status des Denkmals zu einem Gegenstand intensiver öffentlicher und politischer Debatten. Das Gesetz sah vor, alle öffentlichen Symbole der Franco-Diktatur zu entfernen und alle Opfer des Spanischen Bürgerkriegs unabhängig von ihrer politischen Zugehörigkeit zu ehren.

Infolgedessen wird das Denkmal heute von vielen als schmerzhaftes und undemokratisches Relikt betrachtet. Seine fortdauernde Präsenz auf einem zentralen öffentlichen Platz ist eine Quelle der Kontroverse, wobei Aktivisten und Politiker seine Entfernung oder zumindest seine Neukontextualisierung fordern. Das Denkmal war Schauplatz zahlreicher Proteste und wurde mit Graffiti verunstaltet, die seinen Abriss forderten, was die tiefen Gräben widerspiegelt, die in der spanischen Gesellschaft noch immer wegen des Erbes des Bürgerkriegs bestehen. In einem Schritt zur Einhaltung der Gesetze hat die Stadt einige der ursprünglichen Tafeln und Symbole entfernt, die ausdrücklich das Franco-Regime verherrlichten, aber die Kernstruktur bleibt erhalten.

Monument für die Gefallenen
Monument für die Gefallenen

Ein Meilenstein der Reflexion

Heute ist das Gefallenendenkmal ein faszinierendes und anspruchsvolles Wahrzeichen. Teneriffa-Besuchern bietet es die seltene Gelegenheit, sich mit einem schwierigen, aber wichtigen Teil der modernen europäischen Geschichte auseinanderzusetzen. Es ist zwar keine Touristenattraktion wie ein Strand oder ein Vulkan, aber seine historische Bedeutung macht es zu einem Muss für jeden, der sich für Politik, soziale Gerechtigkeit und die Macht des öffentlichen Gedächtnisses interessiert.

Die anhaltende Debatte über die Zukunft des Denkmals steht für den allgemeinen Kampf einer Nation, die sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzt. Es erinnert daran, dass Geschichte nicht statisch ist, sondern ein lebendiger Prozess, der ständig neu bewertet und neu interpretiert wird. Das Denkmal für die Gefallenen in Santa Cruz de Tenerife ist ein Zeugnis dieses Prozesses, ein konkretes Symbol für das Erbe einer Diktatur und die demokratischen Bemühungen um eine gerechtere und integrative Zukunft.

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