
Der Dom zu St. Jakob ist die Kathedrale von Innsbruck, eine Barockkirche mit zwei Türmen und einer grünen Kupferkuppel über den Dächern der Altstadt. Er entstand zwischen 1717 und 1724 und birgt eines der meistverehrten Marienbilder der Alpen: das Mariahilf-Bild von Lucas Cranach dem Älteren über dem Hochaltar.
Der Dom zu St. Jakob auf einen Blick
- Wo: am Domplatz in der Innsbrucker Altstadt, ein paar Schritte hinter der Hofburg und dem Goldenen Dachl.
- Erbaut: 1717–1724, an der Stelle einer Kirche, die schon 1180 erwähnt wird; seit 1964 Kathedrale.
- Von: entworfen von Johann Jakob Herkomer, vollendet von seinem Neffen Johann Georg Fischer; Deckenfresken von Cosmas Damian Asam, Stuck von seinem Bruder Egid Quirin Asam.
- Was er heute ist: die Bischofskirche der Diözese Innsbruck und eine lebendige Pfarrkirche, geweiht dem Apostel Jakobus dem Älteren.
- Zeitbedarf: 20 bis 30 Minuten für den Innenraum, etwas mehr, wenn du dich setzt und die Decke betrachtest.
Von der Marktkirche zum Dom
Schon 1180, als Innsbruck am rechten Innufer gegründet wurde, stand hier am Markt eine Kirche. Brände und Erdbeben beschädigten sie immer wieder, und Albrecht Dürer malte sie in den 1490er-Jahren in einem Aquarell mit einem einzigen Turm hinter der Stadtmauer. 1650 schenkte Erzherzog Ferdinand Karl der Kirche Cranachs Mariahilf, und St. Jakob wurde zum Wallfahrtsort. Nach weiteren Erdbebenschäden drängten die Bürger auf einen neuen, sichereren Bau. Am 12. Mai 1717 wurde der Grundstein gelegt; Herkomer starb im Oktober desselben Jahres, und Fischer vollendete die Kirche nach den Plänen seines Onkels.
Die Brüder Asam aus München statteten den Innenraum aus, und am 9. September 1724 wurde die Kirche geweiht; die Ausstattung war 1732 fertig. Am 16. Dezember 1944 brachte ein Luftangriff die Gewölbe zum Einsturz und zerstörte Altäre und Gemälde; zwischen 1946 und 1950 wurde die Kirche wiederhergestellt. Als 1964 die Diözese Innsbruck entstand, wurde die alte Stadtpfarrkirche zum Dom. 2024 feierte er seinen 300. Geburtstag.
Worauf du achten solltest
- Die Fassade am Domplatz: zwei Türme, eine geschwungene Front aus heimischem Stein, Statuen Tiroler Heiliger in den Nischen und ganz oben der heilige Jakobus zu Pferd.
- Asams Deckenfresken zum Leben des heiligen Jakobus. Schau von der Mitte der Kirche zum Gewölbe über dem Langhaus: Gemalte Architektur scheint die Decke zum Himmel hin zu öffnen.
- Das Mariahilf-Bild über dem Hochaltar, ein kleines, zärtliches Gemälde Marias mit dem Jesuskind.
- Die Kuppel über dem Chor statt über der Vierung, eine ungewöhnliche Anlage, die Licht und Blick zum Altar lenkt.
- Das Baldachingrab von Erzherzog Maximilian III., Hochmeister des Deutschen Ordens, aus dem Jahr 1620 im nördlichen (linken) Seitenschiff.
Warum das Mariahilf-Bild so wichtig ist
Lucas Cranach der Ältere malte das Mariahilf um 1530 in Sachsen, wo er Hofmaler war. Im 17. Jahrhundert kam es nach Innsbruck und wurde unzählige Male kopiert: Nachbildungen hängen in Kirchen und an Hausfassaden in ganz Tirol, Bayern und darüber hinaus, und der Ruf „Maria, hilf“ gab dem Bild seinen Namen. Das Original im Dom ist das Vorbild all dieser Kopien.
Tipps für deinen Besuch
- Der Dom ist eine aktive Kathedrale: Kleide dich angemessen und störe keine Gottesdienste.
- An hellen Tagen wirken die Fresken am besten, weil die klaren Fenster die Decke gut ausleuchten.
- Geh für den vollen Blick auf Fassade und Türme über den Domplatz zurück; der Platz ist klein, die hintere Ecke eignet sich am besten für Fotos.
- Verbinde den Besuch mit dem Goldenen Dachl und der Hofburg, beide nur ein paar Minuten entfernt.
In der Nähe
- Goldenes Dachl: der vergoldete spätgotische Prunkerker Kaiser Maximilians I., Wahrzeichen der Altstadt, gleich um die Ecke.
- Hofburg: die Kaiserpfalz der Habsburger in Tirol mit Prunkräumen aus der Zeit Maria Theresias, direkt neben dem Dom.
- Hofkirche: mit dem monumentalen Grabmal Maximilians I. und seinen überlebensgroßen Bronzefiguren, wenige Gehminuten entfernt.
- Stadtturm: Steig auf den mittelalterlichen Turm der Altstadt und schau über die Dächer zu den Bergen.
Innsbruck mit World City Trail entdecken
Unsere Schnitzeljagd in Innsbruck macht die Altstadt zu einem Spiel auf deinem Handy. Die Route verbindet 10 Stationen und dauert rund zwei Stunden, davon etwa 24 Minuten zu Fuß. Dazu gehören Orte wie die Triumphpforte und der Eduard-Wallnöfer-Platz. Du kannst auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch oder Niederländisch spielen.
Wenn du ein anderes Format magst: In Innsbruck gibt es auch einen selbstgeführten Stadtrundgang und ein Outdoor-Escape-Game.
Die Schnitzeljagd in Innsbruck spielen →
Den selbstgeführten Stadtrundgang durch Innsbruck machen →
Das Outdoor-Escape-Game in Innsbruck spielen →
Fakten geprüft im Oktober 2026.
