Nur wenige Kilometer nordwestlich der historischen Stadt Dijon, eingebettet in die malerische burgundische Landschaft, liegt die Rennstrecke Dijon-Prenois. Diese legendäre Rennstrecke, die für ihre schnellen, geschwungenen Kurven und großen Höhenunterschiede bekannt ist, hat sich vor allem durch ihre unvergesslichen Formel-1-Duelle in die Annalen des Motorsports eingetragen. Auch wenn ihre Ära als ständiger Austragungsort hochkarätiger internationaler Veranstaltungen größtenteils der Vergangenheit angehört, ist die Rennbahn Dijon-Prenois in Dijon nach wie vor ein geschätzter Veranstaltungsort, der mit einem reichen Erbe pulsiert und Rennsportfans weiterhin begeistert.

Geburt und Entwicklung eines schnellen Schaltkreises
Die Vision für den Circuit Dijon-Prenois wurde von folgenden Personen ins Leben gerufen François Chambellandeinem ehemaligen Rugbyspieler und Ringer, der Dijon zu einem Automobilzentrum machen wollte. Der Bau der Rennstrecke begann 1969, und am 26. Mai 1972 wurde sie offiziell eröffnet, zunächst als kürzere, 3,289 Kilometer lange Strecke mit nur acht Kurven. Die erste Veranstaltung war ein Rennen der Europäischen Prototypen-Meisterschaft im Juni desselben Jahres.
Die Strecke erlangte schnell einen guten Ruf für ihr hügeliges Terrain und ihre aufregenden Hochgeschwindigkeitskurven. Allerdings erwies sich ihre anfänglich kurze Länge für Formel-1-Rennen als schwierig, was zu häufigen Staus mit Hinterherfahrenden führte. Deshalb wurde die Strecke 1976 erheblich erweitert und auf die heutige Länge von 3,801 km (2,362 Meilen) mit 9 Kurven verlängert. Durch diese Änderung wurde die Strecke für internationale Veranstaltungen besser geeignet, behielt aber ihren anspruchsvollen Charakter mit beträchtlichen Höhenunterschieden (ein Unterschied von 29 Metern zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Punkt) und schnellen, flüssigen Abschnitten bei.

Formel-1-Ruhm und epische Duelle
Die Rennbahn von Dijon-Prenois wurde zu einem festen Bestandteil des Formel-1-Kalenders: Sie war fünfmal Austragungsort des Großen Preises von Frankreich (1974, 1977, 1979, 1981, 1984) und einmal 1982 des Großen Preises der Schweiz (wegen des Verbots von Autorennen in der Schweiz).
Der ikonischste Moment, der für immer in der Motorsportgeschichte verewigt wurde, ereignete sich beim Großen Preis von Frankreich 1979. Während Jean-Pierre Jabouille einen historischen ersten Sieg für ein F1-Auto mit Turbolader und Renault errang, war das wahre Spektakel der atemberaubende Kampf um den zweiten Platz zwischen Gilles Villeneuve (Ferrari) und René Arnoux (Renault). Mehrere Runden lang lieferten sich die beiden Fahrer ein unerbittliches Rad-an-Rad-Duell, bei dem sie mehrfach mit waghalsigen Überholmanövern und sogar leichten Berührungen die Positionen tauschten und dabei an die Grenzen ihrer Autos und ihres Könnens gingen. Dieser legendäre Kampf bleibt einer der spannendsten und denkwürdigsten Momente in der Geschichte der Formel 1 und begründete den Ruf von Dijon-Prenois als Rennstrecke, auf der spektakuläre Rennen ausgetragen werden.
Neben der Formel 1 war Dijon-Prenois auch Schauplatz zahlreicher anderer prestigeträchtiger internationaler Veranstaltungen, darunter die Sportwagen-Weltmeisterschaft (ab 1973), die Formel 3000, die FIA-GT-Meisterschaft und die DTM (Deutsche Tourenwagen Masters) im Jahr 2009.

Moderne Ära: Eine Drehscheibe für historische Rennen
Nach dem letzten Formel-1-Grand-Prix im Jahr 1984 wandelte sich die Rennbahn von Dijon-Prenois allmählich von einer internationalen Rennstrecke der Spitzenklasse zu einer wichtigen nationalen und regionalen Rennstrecke. Sie ist jedoch nach wie vor ein lebendiges Zentrum des Motorsports, insbesondere für historische Rennveranstaltungen.
Der bekannteste davon ist der Grand Prix de l'Âge d'Or (Großer Preis des Goldenen Zeitalters), der seit 2004 in Dijon-Prenois stattfindet. Diese Veranstaltung zieht eine spektakuläre Reihe von klassischen Formel-1-Fahrzeugen, Sportprototypen und Tourenwagen aus vergangenen Epochen an, die es den Enthusiasten ermöglichen, das goldene Zeitalter des Motorsports auf einer Strecke zu erleben, die perfekt für diese historischen Maschinen geeignet ist. Darüber hinaus finden auf der Strecke das ganze Jahr über zahlreiche nationale französische Meisterschaften, Clubrennen, Fahrveranstaltungen und Motorradrennen statt. Im Jahr 2001 wurde der Komplex um eine moderne Go-Kart-Bahn erweitert, die das Angebot noch vielfältiger macht.
Der Circuit Dijon-Prenois in Dijon, der 1972 eröffnet und 1976 auf 3,801 Kilometer erweitert wurde, ist ein geschätztes Stück Motorsportgeschichte. Die Zeiten, in denen hier regelmäßig Formel-1-Grands-Prix ausgetragen wurden, sind zwar vorbei, aber das Erbe der schnellen, hügeligen Kurven und epischen Kämpfe lebt weiter. Sie ist nach wie vor ein Ort, an dem das Dröhnen der Motoren und der Nervenkitzel der Geschwindigkeit die Zuschauer in ihren Bann ziehen und ihren Platz als verehrte Rennstrecke im Herzen von Burgund sichern.

Schnitzeljagd und Stadtrundgang auf eigene Faust in Dijon
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