Der internationale Ruf des Natural History Museum beruht auf seiner außergewöhnlichen Sammlung von über 220 lebensgroßen Dioramen. Diese sorgfältig gefertigten Exponate, die konservierte Tiere aus der ganzen Welt zeigen, zeugen von einer langjährigen Tradition der naturalistischen Darstellung. Am bekanntesten ist die historische Diorama-Sammlung afrikanischer Säugetiere, die ursprünglich auf einer Expedition nach Ostafrika im Jahr 1923 zusammengestellt wurde. Die Besucher können durch abgedunkelte Gänge gehen und Szenen mit Löwen, Gorillas, Zebras und anderen Wildtieren in ihrem natürlichen Lebensraum betrachten. Diese "3D-Bilderbücher", wie sie manchmal genannt werden, sind nicht nur ein Wunderwerk der Taxidermie, sondern auch ein historisches Dokument der Artenvielfalt und eine eigenständige Kunstform.
Neben der afrikanischen Sammlung beherbergt das Museum umfangreiche Dioramen, die die einheimische Fauna der Schweiz zeigen. Diese Ausstellung, die während des Zweiten Weltkriegs eröffnet wurde, sollte den Schweizer Soldaten die unglaublichen Naturschätze zeigen, die sie verteidigten. Sie zeigt über 600 Exemplare einheimischer Tiere, darunter Vögel und Säugetiere, von denen viele ausgestorben sind oder nach einer gewissen Zeit der Abwesenheit in die Schweiz zurückgekehrt sind. Diese Schautafeln bieten einen wertvollen Überblick über die biologische Vielfalt des Landes im vergangenen Jahrhundert.

Barry: Der legendäre Bernhardinerhund
Eines der beliebtesten und berühmtesten Ausstellungsstücke des Naturhistorischen Museums ist Barry, der legendäre Bernhardiner-Rettungshund. Barry lebte Anfang des 19. Jahrhunderts im Hospiz am Großen St. Bernhard-Pass und soll über 40 Menschen das Leben gerettet haben. Seine Geschichte von Treue und Heldentum hat ihn zu einer Ikone gemacht. Das Museum widmet ihm eine Ausstellung, die seine faszinierende Geschichte erzählt und seine erhaltenen Überreste zeigt, die Generationen von Besuchern bewundern und inspirieren. Diese Ausstellung ist eine eindrucksvolle Erinnerung an die Verbindung zwischen Mensch und Tier und an die außergewöhnlichen Taten des Mutes, die daraus entstehen können.

Jenseits der Dioramen: Eine Welt der wissenschaftlichen Entdeckungen
Das Naturhistorische Museum Bern ist nicht nur ein Anziehungspunkt für Dioramen, sondern auch ein Zentrum für seriöse wissenschaftliche Forschung und beherbergt umfangreiche Sammlungen. Die Sammlungen des Museums umfassen mehr als 6,5 Millionen Objekte und sind ein wichtiges Archiv der Natur, das die biologische Vielfalt dokumentiert und der Forschung über die Evolution und die Verbreitung der Arten dient.
Zu den weiteren bemerkenswerten Dauerausstellungen gehört "The Big Bone Show", die grösste Sammlung von Tierskeletten und -knochen in der Schweiz. Diese beeindruckende Ausstellung zeigt über 300 Skelette, darunter die massiven Überreste eines Finnwals und eines asiatischen Elefanten, von denen einige auf einem sich ständig drehenden Karussell ausgestellt sind.

Noch mehr zu sehen
Das Naturhistorisches Museum beherbergt auch eine beeindruckende Mineraliensammlung mit dem "Planggenstock-Schatz", einer 2005 entdeckten Gruppe ungewöhnlich großer und klarer Quarzkristalle. Diese funkelnden Exemplare sind ein Höhepunkt der geologischen Abteilung und zeigen die Schönheit und Komplexität der Erdformationen. Eine weitere einzigartige Ausstellung, das "Kabinett der Kuriositäten", gewährt dem Publikum einen seltenen Einblick in die "nasse Sammlung" des Museums mit über 15 000 in Gläsern konservierten Exemplaren, von Leguanen bis zu Pinguinen, die einen faszinierenden Einblick in die unglaubliche Vielfalt des Lebens auf unserem Planeten bieten.
Das Naturhistorische Museum Bern ist mehr als nur ein Ort, an dem konservierte Tiere zu sehen sind. Es ist eine dynamische Institution, die historische Kunst mit moderner Wissenschaft verbindet. Seine spannenden und lehrreichen Ausstellungen machen es zu einem attraktiven Ziel für Familien, Forscher und alle, die sich für die Natur interessieren.
Sie können das Naturhistorische Museum über World City Trail besuchen.

Schnitzeljagd und selbstgeführte Tour durch Bern
Preis pro Person
