Bärenpark ist nicht einfach ein Park. Die Assoziation des Bären mit Bern reicht bis in die Gründungszeit der Stadt zurück. Nach einer volkstümlichen Legende schwor Herzog Berchtold V. von Zähringen, der Gründer der Stadt, im Jahr 1191, seine neue Siedlung nach dem ersten Tier zu benennen, das er bei einer Jagd im umliegenden Wald erlegte. Dieses Tier war ein Bär, und so wurde die Stadt Bern genannt. Ob dies nun stimmt oder nicht, der Bär ist seit Jahrhunderten die zentrale Figur im Wappen und in der Flagge der Stadt und taucht bereits im 13. Diese historische Verbindung wird bis heute durch die Tradition der Haltung von lebenden Bären gefeiert und gepflegt.
Die erste urkundliche Erwähnung der Bärenhaltung in Bern stammt aus dem Jahr 1513, als Berner Soldaten aus der Schlacht von Novara mit einem lebenden Bären als Kriegstrophäe zurückkehrten. Jahrhundertelang wurden Bären in verschiedenen Gehegen in der ganzen Stadt gehalten, darunter auch ein öffentliches Gehege auf dem Bärenplatz, das den passenden Namen trägt. Im Jahr 1857 wurden die Bären an ihren heutigen, dauerhaften Standort am östlichen Rand der Altstadt, neben der Nydeggbrücke, versetzt. Daraus entstand der berühmte Bärengraben, ein traditioneller Tagebau, der mehr als 150 Jahre lang eine wichtige Touristenattraktion war.

Von der Grube zum Park: Eine moderne Transformation
Gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurde die traditionelle Betongrube trotz Renovierungsarbeiten zunehmend als veralteter und ungeeigneter Lebensraum für die Bären angesehen. Die Bedenken von Tierschützern und die sich ändernde öffentliche Meinung führten zu einem großen Umgestaltungsprojekt. Im Jahr 2009 wurde der BärenPark offiziell eröffnet und damit ein neues Kapitel in der Geschichte der Berner Bären aufgeschlagen.
Der neue Park ist ein riesiges, 6.000 Quadratmeter großes Gehege, das sich von der alten Grube bis hinunter zum Ufer der Aare erstreckt. Es ist eine hochmoderne Anlage, die dem natürlichen Lebensraum der Bären nachempfunden ist, mit Bäumen, Sträuchern, Höhlen und einem großen Becken, in dem sie schwimmen und spielen können. Der ursprüngliche Bärenpark, ein staatlich anerkanntes Kulturerbe von nationaler Bedeutung, wurde in den neuen Park integriert und dient nun als Teil des erweiterten Lebensraums. Die Bären können durch einen Tunnel frei zwischen der historischen Grube und dem neuen, weitläufigen Park hin- und herwandern, was ihnen deutlich mehr Platz und eine reichhaltigere Umgebung bietet.

Heute den BärenPark besuchen
Heute ist der Bärenpark ein Paradebeispiel für modernes städtisches Wildtiermanagement und eine beliebte Touristenattraktion. Besucher können die Bären - derzeit eine Braunbärenfamilie - von verschiedenen Aussichtsplattformen und einem Fußgängeraufzug aus beobachten, der den Zugang für alle erleichtert, auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Der Park ist das ganze Jahr über geöffnet und der Eintritt ist frei. So kann jeder vorbeikommen und die Bären bei der Futtersuche beobachten, ein Nickerchen in der Sonne machen oder ein kühles Bad in der Aare nehmen.
Der Park dient nicht nur als Zuhause für die Bären, sondern auch als Bildungszentrum. Im ganzen Park informieren Schautafeln über die Geschichte der Berner Bären und zeigen die Bedeutung des Naturschutzes auf. Der BärenPark ist ein Ort, an dem sich Geschichte, Kultur und Natur überschneiden und der ein einzigartiges und unvergessliches Erlebnis im Herzen der Stadt bietet. Der Bärengraben, der heute ein wichtiger Teil des stark verbesserten BärenParks ist, ehrt das bleibende Symbol der Stadt Bern und sorgt gleichzeitig für das Wohlbefinden seiner geliebten Bewohner.

Schnitzeljagd und selbstgeführte Tour durch Bern
Preis pro Person
