Oslo: Frognerpark, Friedensnobelzentrum und 3 weitere Orte

Frogner Park in Oslo

Dieser Beitrag durchquert Oslo von Ost nach West, vom Bahnhof, an dem die meisten Besucher ankommen, bis zum Skulpturenpark, in dem viele von ihnen landen. Unterwegs geht es um das Friedensnobelzentrum am Hafen, das Nationaltheater, die Backsteinkirche Uranienborg hinter dem Königsschloss und den Frognerpark mit den Skulpturen von Gustav Vigeland. Jeder Ort steht für eine andere Seite der Stadt: Reisen, Frieden, Theater, Glaube und Kunst.

Oslo Hauptbahnhof

Der Hauptbahnhof Oslo S wurde am 1. Juni 1980 in Betrieb genommen, an der Stelle des Ostbahnhofs, der 1882 eröffnet worden war. Ein Jahrhundert lang hatte die Stadt zwei Kopfbahnhöfe: Züge nach Osten und Norden fuhren am Ostbahnhof ab, während der 1872 eröffnete Westbahnhof am Hafen die Strecken nach Westen bediente, bis er 1989 schloss. Die Zusammenlegung unter einem Dach machte Oslo S zum Knotenpunkt der norwegischen Eisenbahn. Das alte Gebäude des Ostbahnhofs blieb erhalten und steht neben dem neueren Hauptgebäude, der Bahnhof besteht also eigentlich aus zwei Bauten nebeneinander.

Heute fährt von hier alle zehn Minuten der Flughafenexpress zum Flughafen Oslo-Gardermoen. Vor dem Bahnhof, auf dem Jernbanetorget, steht die Tigerstatue, an der unsere Schnitzeljagd beginnt; der Bahnhof selbst ist keine Station, aber die Route startet direkt vor der Tür.

  • Die beiden Bahnhofsgebäude nebeneinander: die alte Halle des Ostbahnhofs aus dem 19. Jahrhundert und das Hauptgebäude von 1980.

Friedensnobelzentrum

Das Friedensnobelzentrum öffnete 2005 im alten Westbahnhof, einem Gebäude von 1872 nach Plänen von Georg Andreas Bull. König Harald V. eröffnete es, unter den Gästen war die kenianische Preisträgerin Wangari Maathai. Es steht am Rathausplatz mit Blick auf den Hafen, nah am Rathaus, in dem jedes Jahr am 10. Dezember der Friedensnobelpreis verliehen wird.

Drinnen stellt das Zentrum die Preisträger und ihre Themen in wechselnden Ausstellungen vor. Der britische Architekt David Adjaye prägte Gestaltung und Farbkonzept, der amerikanische Designer David Small schuf die digitalen Installationen. Es ist eine Station unserer Schnitzeljagd, ebenso wie das Rathaus nebenan.

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  • Die Bahnhofsfassade aus dem 19. Jahrhundert, eine Erinnerung daran, dass bis 1989 Züge von dem Ort abfuhren, der heute ein Museum über den Frieden ist.
  • Der Blick über den Rathausplatz auf die Backsteintürme des Rathauses, den Schauplatz der Preisverleihung.

Nationaltheater

Norwegens Nationaltheater gab seine erste Vorstellung am 1. September 1899. Das Hauptgebäude des Architekten Henrik Bull steht im Zentrum, auf dem Weg vom Parlament zum Königsschloss. Es gilt oft als Heimat der Stücke Henrik Ibsens, und die meisten seiner Werke wurden hier aufgeführt.

Vor dem Eingang stehen zwei Statuen von Stephan Sinding aus dem Jahr 1899: Henrik Ibsen und Bjørnstjerne Bjørnson, die beiden großen norwegischen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts. Das Theater ist eine Station der Schnitzeljagd.

  • Die Statuen von Ibsen und Bjørnson am Eingang, beide aus dem Eröffnungsjahr des Theaters.
  • Die Fassade von 1899, am besten aus etwas Abstand, wo du die ganze Front und die Statuen zusammen siehst.

Uranienborg-Kirche

Hinter dem Königsschloss, im Viertel Uranienborg und neben dem Uranienborg-Park, steht eine neugotische Backsteinkirche, die am 22. Dezember 1886 geweiht wurde. Ihr Architekt war Balthazar Lange, später Stadtarchitekt von Christiania, wie Oslo damals hieß. Sie war die teuerste Kirche, die bis dahin in der Stadt gebaut worden war, und bietet rund 1.020 Plätze.

Seine heutige Gestalt erhielt der Innenraum 1930 durch den Architekten Arnstein Arneberg. Die ursprünglichen Fresken von Enevold Thømt sind verloren, doch die Glasfenster von Emanuel Vigeland, dem jüngeren Bruder Gustav Vigelands, sind der Grund für einen Blick hinein. Die Kirche ist selbst keine Station, liegt aber im selben Viertel wie die Uranienborgveien, eine der Stationen der Route.

  • Die Glasfenster von Emanuel Vigeland, die diese Kirche mit den Skulpturen verbinden, die du später im Frognerpark siehst.

Frognerpark

Der Frognerpark ist Oslos größter Park, und in seiner Mitte liegt die Vigeland-Anlage: 212 Skulpturen aus Bronze und Granit, alle von Gustav Vigeland, der von 1924 bis zu seinem Tod 1943 daran arbeitete. Eine Achse führt vom Haupttor nach Westen über die Brücke mit ihren 58 Skulpturen, vorbei am Brunnen bis zum Monolithen. Der Park ist seit 1904 öffentlich zugänglich und wurde 2009 als erster Park Norwegens unter Denkmalschutz gestellt.

Vor den Skulpturen gab es ein Gut. Der Hof Frogner geht auf die 1750er Jahre zurück und wurde von Benjamin Wegner umgebaut, der ihn 1836 kaufte und den Garten in einen romantischen Landschaftspark verwandelte. Die Stadt kaufte das Anwesen 1896, und seit 1909 beherbergt das Gutshaus das Oslo Museum. Der Frognerpark ist die letzte Station unserer Schnitzeljagd.

  • Sinnataggen, der wütende Junge, ein kleines Bronzekind, das auf der Brücke mit dem Fuß aufstampft, eine der bekanntesten Figuren im Park.
  • Der Monolith, aus einem einzigen Granitblock gehauen, mit 121 Menschenfiguren, die nach oben streben; er wurde Weihnachten 1944 erstmals öffentlich gezeigt.
  • Das Lebensrad, 1933 und 1934 gehauen, ein Ring aus vier Erwachsenen, einem Kind und einem Baby.

So siehst du sie auf einem Spaziergang

Beginne am Hauptbahnhof und beim Tiger auf dem Jernbanetorget, geh dann die Karl Johans gate hinauf, vorbei am Dom und am Parlament, und bieg zum Rathausplatz und zum Friedensnobelzentrum ab. Geh zurück hinauf zum Nationaltheater, weiter am Königsschloss vorbei und durch den Park dahinter nach Uranienborg zur Kirche. Von dort geht es nach Westen zum Frognerpark; geh durch das Haupttor hinein, dann siehst du die Skulpturen in der Reihenfolge, die Vigeland geplant hat.

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Unsere Schnitzeljagd in Oslo macht das Stadtzentrum zu einem Spiel auf deinem Handy. Die Route verbindet 10 Stationen, von der Tigerstatue bis zum Frognerpark, und drei Orte dieses Beitrags sind Stationen: das Friedensnobelzentrum, das Nationaltheater und der Frognerpark, dazu der Dom von Oslo, der Egertorget, das Parlament, das Rathaus, das Königsschloss und die Uranienborgveien. An jeder Station löst du ein Rätsel und erfährst eine Geschichte, in deinem eigenen Tempo.

Wenn dir ein anderes Format lieber ist, gibt es in Oslo auch einen selbstgeführten Stadtrundgang und ein Outdoor-Escape-Game.

Die Schnitzeljagd in Oslo spielen →

Den selbstgeführten Stadtrundgang durch Oslo machen →

Das Outdoor-Escape-Game in Oslo spielen →

Fakten geprüft im Oktober 2026.

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