Opernhaus Kopenhagen: Ein Geschenk an die Nation

Das Kopenhagener Opernhaus war eine großzügige Spende der A.P. Møller und Chastine Mc-Kinney Møller Stiftung an den dänischen Staat. Das Projekt wurde in den späten 1990er Jahren konzipiert, der Bau begann 2001 und die Eröffnung fand im Januar 2005 statt. Mit Kosten von über $500 Millionen US-Dollar ist es eines der teuersten und technologisch fortschrittlichsten Opernhäuser der Welt. Die Spende und der anschließende Bau waren nicht unumstritten, da der Vorsitzende der Stiftung, der Schifffahrtsmagnat Mærsk Mc-Kinney Møller, starke Ansichten über das Design hatte, was zu einer angespannten Beziehung mit dem berühmten Architekten des Gebäudes, Henning Larsen, führte.

Larsens ursprünglicher Entwurf sah eine große Glasfassade vor, um die Hülle des Auditoriums sichtbar zu machen, aber Møller bestand auf einem Metallgitter und kleineren Glaspaneelen mit der Begründung, dass große Glasflächen nicht gut altern. Dieser Streit führte unter anderem dazu, dass Larsen das Gebäude öffentlich als "Mausoleum" für Møllers Ambitionen anprangerte. Trotzdem ist das Endprodukt ein beeindruckendes Beispiel für zeitgenössische Architektur, das zu einem beliebten Teil der Skyline der Stadt geworden ist.

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Opernhaus Kopenhagen: Ein Geschenk an die Nation
Opernhaus Kopenhagen: Ein Geschenk an die Nation

Architektonische und technische Spitzenleistungen

Das Opernhaus ist ein kolossales Bauwerk mit einer Gesamtfläche von 41.000 m² und 14 Stockwerken, von denen fünf unterirdisch sind. Sein Äußeres ist mit einem wunderschönen beigen Kalkstein aus Deutschland verkleidet, und durch die umliegenden Kanäle scheint das Gebäude auf dem Wasser zu schweben. Das beeindruckendste architektonische Merkmal ist das massive, auskragende Dach, das sich über den Eingangsplatz erhebt und einen überdachten Raum mit Panoramablick auf den Hafen und die historische Stadt bietet.

Das innovative Design des Daches, das dem eines Flugzeugflügels nachempfunden ist, war eine technische Meisterleistung, die in enger Zusammenarbeit zwischen den Architekten und den Ingenieurbüros erzielt wurde. Die Brücken, die zum Opernhaus führen, wurden sogar aus Eichen gefertigt, die ursprünglich im 19. Jahrhundert gepflanzt wurden, um die dänische Marineflotte aufzufüllen - eine wohlüberlegte Anspielung auf die maritime Geschichte des Ortes.

Im Inneren ist das Gebäude ein Schaufenster luxuriöser Materialien und aufwändiger Gestaltung. Der Boden des Foyers ist mit sizilianischem Perlatino-Marmor gepflastert, und die Rückwand des Foyers und die Balkonfronten sind mit Ahornholz verziert, das dem Holz einer alten Geige ähneln soll. Die Decke des Hauptsaals ist mit 105.000 Blatt 24-karätigem Blattgold bedeckt und bietet einen atemberaubenden Anblick. Die von Arup Acoustics entworfene Akustik ist Weltklasse, wobei jedes Element, von den Sitzpolstern bis zu den Wandschnitzereien, sorgfältig auf ein optimales Klangerlebnis abgestimmt ist.

Opernhaus Kopenhagen: Ein Geschenk an die Nation
Opernhaus Kopenhagen: Ein Geschenk an die Nation

Kunst und Funktionalität

Das Kopenhagener Opernhaus ist auch eine Galerie für zeitgenössische dänische Kunst. Im Foyer stehen drei große, kugelförmige Lichtskulpturen des dänisch-isländischen Künstlers Olafur Eliasson. Diese glitzernden Kuppeln reflektieren das Licht und schaffen ein einzigartiges visuelles Erlebnis. Darüber hinaus schmücken vier Bronzereliefs des renommierten dänischen Bildhauers Per Kirkeby die Wände im Eingangsbereich des Auditoriums, und der Künstler Per Arnoldi hat das Logo der Oper und den Vorhang der Hauptbühne entworfen.

Abgesehen von den öffentlichen Räumen ist das Opernhaus eine hochfunktionale und technisch fortschrittliche Einrichtung. Es verfügt über eine Hauptbühne mit fünf weiteren Bühnen, die direkt miteinander verbunden sind und einen schnellen und nahtlosen Bühnenbildwechsel ermöglichen. Der Orchestergraben ist einer der größten der Welt, und es gibt über 100 Räume mit hervorragender Schallisolierung für die Musiker. Das Takkelloftet, ein kleineres "Black Box"-Theater mit einer Kapazität von 200 Personen, bietet einen flexiblen Raum für experimentelle Aufführungen.

Die Königlich Dänische Oper, die das Haus verwaltet, führt eine Vielzahl von Opern- und Ballettaufführungen durch und festigt damit die Stellung des Gebäudes als kulturelles Kraftzentrum. Das Kopenhagener Opernhaus ist nicht nur ein Ort für Aufführungen, sondern auch ein Denkmal für Kunst, Technik und den beständigen Geist der Philanthropie.

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