Unterlinden Museum in Colmar: Grünewald’s Isenheim Altarpiece

The Unterlinden Museum in Colmar

Das Museum Unterlinden ist das große Kunstmuseum von Colmar, untergebracht in einem Dominikanerinnenkloster aus dem 13. Jahrhundert am Nordrand der Altstadt. Berühmt ist es vor allem für ein Werk: den Isenheimer Altar, den Matthias Grünewald zwischen 1512 und 1516 malte und der heute in der ehemaligen Klosterkirche steht.

Das Museum Unterlinden auf einen Blick

  • Wo: Place Unterlinden, am Nordende der Altstadt, neben dem Stadttheater.
  • Gebaut: das Kloster im 13. Jahrhundert; das Museum öffnete 1853 und wurde 2015 erweitert.
  • Von: Die Erweiterung von 2015 stammt von den Schweizer Architekten Herzog & de Meuron.
  • Was es heute ist: ein Kunst- und Geschichtsmuseum der Société Schongauer mit Sammlungen von der Vorgeschichte bis zur Moderne.
  • Zeitbedarf: zwei bis drei Stunden; mindestens eine Stunde, wenn du nur den Altar und den Kreuzgang sehen willst.

Vom Kloster über die Kaserne zum Museum

Der Name bedeutet „unter den Linden“. Bis zur Französischen Revolution lebten hier Dominikanerinnen; danach dienten die Gebäude als Kaserne und verfielen allmählich. 1847 gründete Louis Hugot die Société Schongauer, benannt nach dem Colmarer Maler und Kupferstecher Martin Schongauer, und die Gesellschaft rettete das Kloster vor dem Abriss. 1852 kamen der Isenheimer Altar und andere in der Revolution beschlagnahmte Werke aus Kirchen und Klöstern hierher, und 1853 öffnete das Museum.

Der Altar entstand für das Kloster der Antoniter in Isenheim, einem Dorf südlich von Colmar. Grünewald malte die Tafeln, Nikolaus von Hagenau schnitzte um 1515 den Schrein. Im 21. Jahrhundert schuf die Stadt mehr Platz: Das neobarocke Stadtbad von 1906 gegenüber wurde zum Flügel für moderne Kunst umgebaut und durch eine unterirdische Galerie mit dem alten Kloster verbunden. Das erweiterte Museum öffnete im Dezember 2015 und hat seine Fläche etwa verdoppelt.

Worauf du achten solltest

  • Der Isenheimer Altar in der ehemaligen Klosterkirche: Die Kreuzigung mit dem von Geschwüren bedeckten Leib Christi wurde für ein Kloster gemalt, dessen Mönche Kranke pflegten. Die Tafeln stehen nebeneinander, sodass du die Szenen siehst, die früher übereinander geklappt wurden.
  • Der gotische Kreuzgang, die ruhigste Ecke des Museums, mit mittelalterlichen Gängen rund um einen kleinen Garten.
  • Werke von Martin Schongauer und anderen Malern und Bildhauern vom Oberrhein aus dem 15. und frühen 16. Jahrhundert.
  • Das gallorömische Mosaik, 1848 in Bergheim gefunden, eines der ersten Stücke der Sammlung.
  • Der moderne Flügel im ehemaligen Bad, mit Werken von Künstlern wie Picasso, Dubuffet, Léger und Otto Dix.

Eine Statue vor der Kapelle

Vor der Klosterkapelle steht Auguste Bartholdis Statue von Martin Schongauer. Sie wurde ursprünglich für einen Brunnen im Kreuzgang geschaffen und steht seit 1991 vor der Kapelle. Bartholdi, in Colmar geboren, ist vor allem für die Freiheitsstatue bekannt, und seinen Werken begegnest du überall in der Stadt.

Tipps für deinen Besuch

  • Komm am Vormittag oder am späten Nachmittag: Um die Mittagszeit, wenn Reisegruppen kommen, wird der Altarraum voll.
  • Beginne mit dem Altar und dem Kreuzgang und geh dann, wenn du noch Energie hast, unterirdisch in den modernen Flügel.
  • Die Fotoregeln können sich ändern, achte deshalb vor dem Fotografieren auf die Schilder in jedem Raum.
  • Verbinde den Besuch mit dem Theaterplatz davor und einem Spaziergang nach Süden zum Martinsmünster.

In der Nähe

  • Stadttheater: das Theater im italienischen Stil von 1849, direkt nebenan, gebaut auf einem früheren Klostergelände.
  • Dominikanerkirche: ein kurzer Spaziergang entfernt, mit Martin Schongauers Madonna im Rosenhag und Glasfenstern aus dem 14. Jahrhundert.
  • Maison des Têtes: ein Renaissancehaus von 1609 voller geschnitzter Köpfe, wenige Gehminuten entfernt.

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