Reims: Palais du Tau, Le Vergeur und 3 weitere Orte

The Palais du Tau in Reims

Dieser Guide stellt fünf Orte in Reims vor, die die Geschichte der Stadt von der Römerzeit bis 1945 erzählen: den Square Colbert vor dem Bahnhof, die römische Porte de Mars, das Museum der Kapitulation, das Musée-Hôtel Le Vergeur an der Place du Forum und das Palais du Tau neben der Kathedrale. Sie liegen auf einem Weg vom Bahnhof zur Kathedrale, und jeder zeigt ein anderes Kapitel: das römische Durocortorum, eine Kaufmannsstadt, die Krönungsstadt der französischen Könige und das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa.

Square Colbert

Der Square Colbert ist der Garten, den du als Erstes siehst, wenn du aus dem Bahnhof von Reims kommst. Er wurde 1828 angelegt und rund dreißig Jahre später, als der Bahnhof entstand, zu einem Garten im englischen Stil umgestaltet, mit geschwungenen Wegen, Rasen, Bäumen und Blumenbeeten. Er liegt zwischen dem Bahnhof und der Place Drouet d’Erlon, dem langen Fußgängerplatz, der ins Zentrum führt. Am Square Colbert beginnt unsere Schnitzeljagd durch Reims.

  • Die Bronzestatue von Jean-Baptiste Colbert in der Mitte des Gartens, ein Werk des Bildhauers Eugène Guillaume, aufgestellt 1860. Colbert, 1619 in Reims geboren, leitete als Minister die Finanzen und den Handel Ludwigs XIV.
  • Der Sockel, entworfen vom Architekten Théodore Ballu, der auch am Wiederaufbau des Pariser Rathauses beteiligt war.

Porte de Mars

Ein kurzes Stück nördlich des Bahnhofs steht die Porte de Mars, ein römischer Triumphbogen aus der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts n. Chr., als Reims unter dem Namen Durocortorum eine der wichtigsten Städte im römischen Gallien war. Er ist etwa 32 Meter lang und 13 Meter hoch und hat drei weite Bögen. 1228 wurde er in die Burg der Erzbischöfe eingebaut, und nach dem Abriss der Burg 1595 blieb er mit zugemauerten Öffnungen Teil der Stadtmauer. 1667 wurde er wiederentdeckt, aber erst beim Abbruch der Mauern in den 1840er- und 1850er-Jahren ganz freigelegt. Der Bogen ist eine Station unserer Schnitzeljagd.

  • Die gemeißelten Decken der Durchgänge: Schau nach oben, dort findest du Romulus und Remus mit der Wölfin und Szenen der Feldarbeit.
  • Das Relief von Leda und dem Schwan, eines der Bildwerke, die die Jahrhunderte in der Mauer überstanden haben.

Museum der Kapitulation

In einer schlichten Technikschule aus rotem Backstein an der heutigen Rue Franklin Roosevelt richtete General Eisenhower im Februar 1945 das Oberste Hauptquartier der Alliierten Expeditionsstreitkräfte (SHAEF) ein. Im Kartenraum im ersten Stock unterzeichnete General Alfred Jodl am 7. Mai 1945 um 2.41 Uhr morgens die bedingungslose Kapitulation der deutschen Streitkräfte. General Walter Bedell Smith unterschrieb für die Westalliierten, General Iwan Susloparow für die Sowjetunion, und General François Sevez zeichnete als Zeuge für Frankreich gegen. Die Kämpfe sollten am 8. Mai um 23.01 Uhr enden.

Das Gebäude ist heute das Lycée Roosevelt, und der Raum wurde 1985, vierzig Jahre nach dem Sieg, zum Musée de la Reddition. Archive, Uniformen und Objekte erzählen von den Monaten vor der Kapitulation, und der Kartenraum selbst mit den Karten hinter Glas an den Wänden ist der eigentliche Grund für den Besuch. Das Museum liegt nicht auf der Route unserer Schnitzeljagd, aber nah am Bahnhof und an der Porte de Mars.

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  • Der Kartenraum, erhalten mit den Lagekarten, die 1945 an seinen Wänden hingen.
  • Der Tisch, an dem die Kapitulationsurkunde unterzeichnet wurde, und die Liste derer, die daran saßen.

Musée-Hôtel Le Vergeur

An der Place du Forum, dem alten Marktplatz über dem römischen Forum, steht das Hôtel Le Vergeur, ein Haus, dessen älteste Teile bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Es gehörte wohlhabenden Kaufleuten, und seine zwei Ebenen gewölbter Keller deuten darauf hin, dass hier einst mit Wein gehandelt wurde. Im 19. Jahrhundert gehörte es Madame Clicquot-Ponsardin, der Witwe hinter dem Champagnerhaus Veuve Clicquot, und ihren Erben.

1910 kaufte Hugues Krafft (1853–1935) das Haus, ein Reisender und Sammler, der den Nahen Osten und Ostasien bereist hatte. Nach den Schäden im Ersten Weltkrieg baute er es wieder auf und gab den Sammlungen der Société des Amis du Vieux Reims, der Gesellschaft der Freunde des alten Reims, Platz. Nach seinem Tod bildeten seine Möbel und Kunstwerke den Grundstock des Museums. Später kamen durch Schenkungen die berühmtesten Stücke hinzu: vollständige Originalserien von Albrecht Dürers Holzschnittfolgen Die Apokalypse und Die Große Passion. Das Museum ist eine Station unserer Schnitzeljagd.

  • Auf der anderen Seite des Platzes das Cryptoportique: die halb unterirdische römische Galerie des Forums, ebenfalls eine Station der Route, die zeigt, was unter der Place du Forum liegt.

Palais du Tau

Neben der Kathedrale steht das Palais du Tau, jahrhundertelang der Palast der Erzbischöfe von Reims. Sein Name, erstmals 1131 erwähnt, kommt vom alten T-förmigen Grundriss, wie der griechische Buchstabe Tau. Die Kapelle von 1207 ist der älteste erhaltene Teil; der Palast wurde 1498–1509 gotisch neu gebaut und erhielt zwischen 1671 und 1710 durch Jules Hardouin-Mansart und Robert de Cotte sein heutiges barockes Aussehen. Am 19. September 1914 wurde er durch einen Brand schwer beschädigt, und die Reparaturen wurden erst nach dem Zweiten Weltkrieg abgeschlossen.

Bei jeder Krönung spielte der Palast eine feste Rolle. Der König wurde hier eingekleidet, ging zur Krönung in die Kathedrale und kehrte zum Krönungsmahl zurück. Das erste überlieferte Mahl fand 990 statt, das letzte 1825 für Karl X. Seit 1972 ist der Palast das Museum der Kathedrale und der Krönungen, mit originalen Statuen der Kathedrale, Wandteppichen und Stücken des Domschatzes, und 1991 wurde er zusammen mit der Kathedrale und der ehemaligen Abtei Saint-Remi UNESCO-Welterbe. Der Palast wurde lange renoviert und bekommt einen neuen Museumsrundgang, prüfe also vor deinem Besuch, ob er geöffnet ist.

  • Der Krönungskelch aus dem 12. Jahrhundert, der traditionell Kelch des heiligen Remigius genannt wird.
  • Der Wandteppich aus dem 15. Jahrhundert mit der Krönung Chlodwigs und die großen Statuen, die von der Fassade der Kathedrale abgenommen wurden.

So siehst du sie auf einem Spaziergang

Beginne am Square Colbert, wenn du aus dem Bahnhof kommst, und geh nach Norden zur Porte de Mars. Von dort biegst du nach Osten in die Rue Franklin Roosevelt zum Museum der Kapitulation ab. Dann geht es nach Süden in die Altstadt zur Place du Forum mit dem Cryptoportique und dem Musée-Hôtel Le Vergeur und weiter zum Platz vor der Kathedrale, wo das Palais du Tau direkt neben der Kathedrale steht. Plane für die beiden Museen zusätzliche Zeit ein.

Reims mit World City Trail entdecken

Unsere Schnitzeljagd durch Reims macht das Stadtzentrum zu einem Spiel, das du auf dem Handy spielst. Die Route verbindet 10 Stationen, vom Square Colbert bis zur Place Drouet d’Erlon, und Square Colbert, Porte de Mars und Musée-Hôtel Le Vergeur sind alle Stationen, ebenso das Cryptoportique, die Place Royale, die Carnegie-Bibliothek, die Kathedrale, der Justizpalast und die Oper.

Es gibt in Reims außerdem einen selbstgeführten Stadtrundgang und ein Outdoor-Escape-Game, falls dir ein anderes Format lieber ist.

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Den selbstgeführten Stadtrundgang durch Reims machen →

Das Outdoor-Escape-Game in Reims spielen →

Fakten geprüft im Oktober 2026.

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