Straßburg: das Münster, die Ponts Couverts und 3 weitere Orte

Strasbourg Cathedral in Strasbourg

Die Altstadt von Straßburg liegt auf der Grande Île, einer von der Ill umflossenen Insel, und die ganze Insel ist seit 1988 UNESCO-Welterbe. Dieser Guide stellt fünf Orte darauf vor: das Münster, die Ponts Couverts am Rand der Petite France, die Thomaskirche, die Place Gutenberg und die Place Kléber. Alle fünf sind Stationen unserer Schnitzeljagd, und zusammen erzählen sie die Geschichte der Stadt von der mittelalterlichen Freien Stadt bis zur französischen und deutschen Herrschaft.

Straßburger Münster

Das Liebfrauenmünster wurde 1015 begonnen und 1439 vollendet. Die gotische Westfassade entstand ab 1277, und ein großer Teil davon wird dem Baumeister Erwin von Steinbach zugeschrieben; nach seinem Tod 1318 machten Sohn und Enkel weiter. Gebaut wurde nur der Nordturm, und das gibt dem Münster seine schiefe Silhouette. Mit seiner 142 Meter hohen Turmspitze war es von 1647 bis 1874 das höchste Gebäude der Welt. Die rosarote Farbe stammt vom Sandstein aus den Vogesen.

Goethe, der in Straßburg studierte, schrieb, der Bau steige auf wie ein hocherhabener Baum Gottes. Im Inneren steht im südlichen Querhaus die astronomische Uhr, die Jean-Baptiste Schwilgué zwischen 1837 und 1842 in ein älteres Gehäuse baute; um halb eins ziehen die Figuren der Apostel an Christus vorbei. Das Münster ist eine der Stationen unserer Schnitzeljagd.

  • Die Fensterrose an der Westfassade, etwa 14 Meter im Durchmesser und 1345 vollendet.
  • Der Engelspfeiler im südlichen Querhaus, Mitte des 13. Jahrhunderts mit Figuren von Engeln geschaffen, die zum Jüngsten Gericht die Posaune blasen.
  • Die asymmetrische Fassade selbst: Stell dich auf den Platz und vergleiche den fertigen Nordturm mit der flachen Plattform auf der Südseite.

Ponts Couverts und Barrage Vauban

Wo sich die Ill an der Westspitze der Insel in mehrere Arme teilt, bauten die Bürger zwischen etwa 1230 und 1250 vier Brücken, um den Fluss für Angreifer zu sperren. Türme bewachten sie, und vier davon stehen noch. Die Brücken hatten Holzdächer, daher der Name gedeckte Brücken, doch die Dächer wurden 1784 abgenommen und die Brücken 1865 in Stein neu gebaut. Mehrere Türme dienten als Gefängnis, bis 1823 ein neues eröffnete. Die Ponts Couverts sind eine der Stationen unserer Schnitzeljagd.

Gleich flussaufwärts steht die Barrage Vauban, eine Schleuse mit Wehr, die der Ingenieur Jacques Tarade zwischen 1681 und 1688 nach Plänen Vaubans baute, nachdem die Stadt französisch geworden war. Sie konnte das Land südlich von Straßburg fluten, um einen Angriff aufzuhalten, und wurde bei der Belagerung von 1870 genau so eingesetzt. Innen zeigt ein öffentlicher Durchgang Statuen und Gipsabgüsse vom Münster, und von der Dachterrasse blickst du direkt auf Brücken und Türme, mit der Münsterspitze dahinter.

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  • Die Petite France nebenan, das alte Viertel der Gerber, Müller und Fischer. Ihr Name geht auf ein 1503 gegründetes Hospiz für Soldaten mit Syphilis zurück, die man damals die Franzosenkrankheit nannte.
  • Das Gerberhaus (Maison des Tanneurs) in der Rue du Bain-aux-Plantes, ein Fachwerk-Zunfthaus von 1572.

Thomaskirche

Ein kurzes Stück flussabwärts nach Osten steht St. Thomas, ab 1196 romanisch begonnen und 1521 spätgotisch vollendet. Sie hat fünf gleich hohe Schiffe, eine Bauform, die es sonst nirgends im Elsass gibt. Die Kirche wurde 1524 lutherisch und ist es geblieben, und weil das Münster nach 1681 an die Katholiken zurückging, nennt man St. Thomas die protestantische Kathedrale. Mozart spielte 1778 auf ihrer Silbermann-Orgel von 1741, und Albert Schweitzer war hier Organist. Sie ist eine der Stationen unserer Schnitzeljagd.

  • Das Grabmal des Marschalls Moritz von Sachsen von Jean-Baptiste Pigalle, 1777 vollendet, eine große Marmorgruppe, in der der Marschall auf einen offenen Sarg zuschreitet, den der Tod aufhält.
  • Der Sarkophag des Bischofs Adeloch aus der Zeit um 1130, eines der ältesten Stücke der Kirche.

Place Gutenberg

Johannes Gutenberg lebte in den 1430er- und 1440er-Jahren in Straßburg, und hier fanden seine ersten Versuche mit dem Buchdruck statt, bevor er nach Mainz zurückkehrte. In der Mitte des Platzes, früher Place Saint-Martin, steht seine Bronzestatue von David d’Angers, 1840 aufgestellt. Er hält ein Blatt mit den Worten Et la lumière fut, Und es ward Licht. Dahinter erhebt sich der Neue Bau, das frühere Rathaus aus dem späten 16. Jahrhundert, heute Sitz der Industrie- und Handelskammer. Der Platz ist eine der Stationen unserer Schnitzeljagd.

  • Die Reliefs am Sockel, die die Verbreitung des Buchdrucks in der Welt zeigen, und das Karussell, das sich meist vor der Statue dreht.

Place Kléber

Die Place Kléber ist der Hauptplatz der Stadt. Ihren Namen erhielt sie 1840 nach General Jean-Baptiste Kléber, einem Straßburger, der in den Französischen Revolutionskriegen kämpfte und 1800 in Kairo ermordet wurde. Seine sterblichen Überreste liegen seit 1838 in einer Gruft unter dem Platz, und darüber steht seine Statue von Philippe Grass. Während der NS-Besatzung von 1940 bis 1944 war der Platz nach dem elsässischen Autonomisten Karl Roos benannt.

An der Nordseite liegt die Aubette, ein langer klassizistischer Bau aus dem 18. Jahrhundert, der zuerst eine Wache war. 1928 gestalteten Theo van Doesburg, Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp ihre Innenräume als avantgardistisches Vergnügungszentrum, und Teile davon wurden inzwischen restauriert. Im Dezember steht zum Weihnachtsmarkt eine riesige Tanne aus den Vogesen auf dem Platz. Die Place Kléber ist eine der Stationen unserer Schnitzeljagd.

  • Die Statue Klébers über seiner Gruft und gegenüber die lange Fassade der Aubette.

So siehst du sie auf einem Spaziergang

Beginne an der Westspitze der Insel mit der Dachterrasse der Barrage Vauban und den Ponts Couverts und geh dann am Wasser entlang durch die Petite France. Folge dem Fluss bis zur Thomaskirche und geh dann hinauf in die alten Gassen zur Place Gutenberg. Von dort sind es nur ein paar Schritte zum Münster. Zum Schluss gehst du nach Norden zur Place Kléber und schaust unterwegs zur Münsterspitze hinauf, die du fast überall auf der Insel siehst.

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Unsere Schnitzeljagd durch Straßburg macht die Altstadt zu einem Spiel auf deinem Handy. Die Route verbindet 10 Stationen, von den Ponts Couverts bis zur Église réformée Saint-Paul, und Ponts Couverts, Thomaskirche, Place Gutenberg, Münster und Place Kléber sind alle dabei, zusammen mit dem Elsässischen Museum, dem Palais Rohan, der Opéra national du Rhin und der Place de la République. An jeder Station löst du ein Rätsel und erfährst eine Geschichte, in deinem eigenen Tempo.

Es gibt in Straßburg außerdem einen selbstgeführten Stadtrundgang und ein Outdoor-Escape-Game, falls du ein anderes Format bevorzugst.

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Fakten geprüft im Oktober 2026.

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