Mehr Düsseldorf: Altes Rathaus, Schloss Benrath und 4 weitere Orte

The Old Town Hall on the Marktplatz in Düsseldorf

Dieser Guide handelt vom Düsseldorf der Kurfürsten und der Künstler, die nach ihnen kamen: vom Alten Rathaus und dem Reiterstandbild Jan Wellems, von der Jesuitenkirche, in der er begraben liegt, von der Kunsthalle aus Beton, vom Tritonenbrunnen am Ende der Königsallee, von der Uhr am Rhein, die den Wasserstand anzeigt, und vom rosafarbenen Sommerschloss Benrath am Stadtrand. Die ersten fünf liegen nur ein paar Schritte auseinander; nach Benrath fährst du mit Straßenbahn oder Zug.

Marktplatz und Altes Rathaus

Der Marktplatz ist das bürgerliche Zentrum der Altstadt. An seiner Rheinseite steht das Alte Rathaus, zwischen 1570 und 1573 vom Baumeister Heinrich Tußmann aus Duisburg als Versammlungsort von Bürgermeister und Rat errichtet. Es ist ein Renaissancebau aus Backstein mit geschwungenen Giebeln und einem achteckigen Treppenturm; 1749 gab Johann Joseph Couven dem ältesten Teil ein Rokokoportal mit Balkon. Die Fassaden wurden nach dem Zweiten Weltkrieg wiederhergestellt, und die Stadt nutzt das Gebäude bis heute für Empfänge.

In der Mitte des Platzes reitet Jan Wellem, der Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz, der um 1700 in Düsseldorf Hof hielt und die Stadt mit Künstlern und einer berühmten Gemäldegalerie füllte. Sein Bronzestandbild von Gabriel de Grupello wurde 1711 aufgestellt und gilt oft als eines der schönsten Reiterstandbilder nördlich der Alpen. Marktplatz und Altes Rathaus sind beide Stationen unserer Schnitzeljagd.

  • Der achteckige Treppenturm und das Rokokoportal mit Balkon am Alten Rathaus.
  • Das Standbild selbst, mit dem Kurfürsten in Rüstung hoch zu Ross. Eine beliebte Legende, keine belegte Tatsache, erzählt, dass die Düsseldorfer beim Guss ihre Silberlöffel ins Feuer warfen, als die Bronze nicht reichte.

St. Andreas

Ein paar Straßen östlich des Marktplatzes entstand St. Andreas zwischen 1622 und 1629 als Kirche der Jesuiten, die Herzog Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg nach seinem Übertritt zum Katholizismus in die Stadt geholt hatte. Der weiße frühbarocke Innenraum ist voller Stuck, und lebensgroße Figuren der Apostel, Evangelisten und Jesuitenheiligen stehen an den Wänden. Seit 1972 betreuen Dominikaner die Kirche.

An der Nordseite wurde 1716 und 1717 ein Mausoleum gebaut, die Grablege der Herrscherfamilie. Hier ruht Jan Wellem, gestorben 1716, in einem prunkvollen Sarkophag nach einem Entwurf von Grupello, demselben Bildhauer, der sein Standbild auf dem Marktplatz schuf. St. Andreas ist eine der Stationen unserer Schnitzeljagd.

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  • Der Stuck, großenteils von Johannes Kuhn aus den 1630er-Jahren, und die lebensgroßen Figuren in den Seitenschiffen.
  • Der Hochaltar, 1959 und 1960 nach einem Entwurf von Ewald Mataré gefertigt, nachdem der alte im Krieg zerstört worden war.

Kunsthalle Düsseldorf

Düsseldorfs erste Kunsthalle öffnete 1881, bezahlt mit Geld, das die Stadt erhielt, nachdem ihre kurfürstliche Gemäldesammlung nach München gebracht worden war. Dieser Bau wurde im Krieg schwer beschädigt und 1967 abgerissen, und im selben Jahr eröffnete am Grabbeplatz die heutige Kunsthalle nach Plänen von Konrad Beckmann und Christoph Brockes. Ihr Block aus Sichtbeton war so unbeliebt, dass man ihn Kunstbunker nannte. Die Kunsthalle hat keine eigene Sammlung; sie zeigt wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Sie ist eine der Stationen unserer Schnitzeljagd.

  • Das schwarze Ofenrohr von Joseph Beuys, 1981 angebracht, das aus der Außenwand ragt.
  • Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen gegenüber, mit ihrer geschwungenen Fassade aus dunklem Stein.

Tritonenbrunnen und Königsallee

Die Königsallee, die Kö, folgt dem alten Stadtgraben, der zwischen 1802 und 1804 zu Kanal und Prachtstraße umgestaltet wurde. Zuerst hieß sie nach ihren Kastanienbäumen Kastanienallee; umbenannt wurde sie nach einem Vorfall 1848, bei dem König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen bei einem Besuch mit Pferdemist beworfen wurde: Der neue Name sollte die Versöhnung zeigen. Am Nordende des Kanals steht der Tritonenbrunnen, zwischen 1898 und 1902 vom Düsseldorfer Bildhauer Friedrich Coubillier geschaffen. Er ist eine der Stationen unserer Schnitzeljagd.

  • Die Figuren des Brunnens: der Meeresgott Triton mit einer Lanze, der einen riesigen, Wasser speienden Fisch bändigt, während zwei kleine Kinder ihn von der Seite angreifen.

Die Pegeluhr am Rhein

Über den Kasematten an der Rheinuferpromenade steht eine Uhr mit einem zweiten Beruf. Neben der Uhrzeit zeigt sie den Pegelstand des Rheins: Der große Zeiger gibt die Meter an, der kleine die Zentimeter. Sie steht hier seit etwa 1900, als Schiffer im Vorbeifahren den Pegel mit dem Fernrohr ablasen. Heute schauen Schiffsleute online nach, aber die Uhr ist noch immer ein beliebter Treffpunkt. Die Promenade, an der sie steht, ist die letzte Station unserer Schnitzeljagd.

Schloss Benrath

Im Süden Düsseldorfs, nahe am Rhein, ließ Kurfürst Karl Theodor zwischen 1755 und 1771 von seinem Hofarchitekten Nicolas de Pigage ein Sommer- und Jagdschloss bauen. Es ist eine Maison de plaisance, ein Lustschloss, in einer Mischung aus spätem Rokoko und frühem Klassizismus, mit einem rosafarbenen Hauptbau zwischen zwei Seitenflügeln. Von außen wirkt es eingeschossig, doch innen gibt es vier Geschosse mit rund 80 Räumen, Lichthöfen, mehreren Treppen und versteckten Gängen, durch die die Dienerschaft unsichtbar blieb.

Heute zeigt der Hauptbau die Prunkräume als Museum, im Ostflügel ist das Museum für Europäische Gartenkunst untergebracht und im Westflügel ein Naturkundemuseum. Der große Park hat einen französischen Garten, einen englischen Landschaftsgarten und einen Jagdpark mit sternförmigen Wegen, der bis an den Rhein reicht. Schloss Benrath liegt nicht auf der Route unserer Schnitzeljagd; es ist ein eigener Ausflug vom Zentrum aus.

  • Der lange Spiegelweiher, der auf den Kuppelsaal in der Mitte ausgerichtet ist.
  • Die Turmuhr von 1771 und die beiden Torhäuser am Eingang.

So siehst du sie auf einem Spaziergang

Beginne auf der Königsallee am Tritonenbrunnen und geh nach Norden zum Grabbeplatz und zur Kunsthalle. Von dort ist es nicht weit nach St. Andreas und dann durch die Gassen der Altstadt zum Marktplatz, zu Jan Wellem und zum Alten Rathaus. Hinter dem Rathaus gehst du hinunter zum Rhein und findest die Pegeluhr an der Promenade. Für Schloss Benrath nimmst du dir einen eigenen halben Tag: Straßenbahn und S-Bahn fahren vom Zentrum aus hin.

Düsseldorf mit World City Trail entdecken

Unsere Schnitzeljagd durch Düsseldorf macht die Altstadt zu einem Spiel auf deinem Handy. Die Route verbindet 10 Stationen, vom Martin-Luther-Platz bis zur Rheinpromenade, und Tritonenbrunnen, Kunsthalle, St. Andreas, Marktplatz, Altes Rathaus und Rheinuferpromenade sind alle dabei, zusammen mit St. Lambertus, dem Stadterhebungsmonument und dem Burgplatz. An jeder Station löst du ein Rätsel und erfährst eine Geschichte, in deinem eigenen Tempo.

Es gibt in Düsseldorf außerdem einen selbstgeführten Stadtrundgang und ein Outdoor-Escape-Game, falls du ein anderes Format bevorzugst.

Die Schnitzeljagd in Düsseldorf spielen →

Den selbstgeführten Stadtrundgang durch Düsseldorf machen →

Das Outdoor-Escape-Game in Düsseldorf spielen →

Fakten geprüft im Oktober 2026.

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