
Das Spalentor ist das prächtigste der drei erhaltenen mittelalterlichen Stadttore Basels, ein viereckiger Torturm mit einem steilen Dach aus bunt glasierten Ziegeln, flankiert von zwei Rundtürmen. Um 1398 an der Straße ins Elsass gebaut, war es der wichtigste Eingang der Stadt, und seit etwa 1400 wachen eine Madonna und zwei Propheten von seiner Fassade über die Reisenden.
Das Spalentor auf einen Blick
- Wo: am westlichen Ende der Spalenvorstadt, am Rand der Basler Altstadt, neben dem Botanischen Garten der Universität.
- Erbaut: um 1398 als Teil der äußeren Stadtmauer; während der Burgunderkriege 1474–1477 mit einem Vorwerk verstärkt.
- Was es heute ist: ein geschütztes Denkmal und eines von nur drei erhaltenen Toren der Basler Stadtmauer, mit Verkehr gleich daneben.
- Zeitbedarf: 10 bis 15 Minuten, um hindurchzugehen und beide Seiten anzuschauen.
Das Tor zum Elsass
Im 14. Jahrhundert baute Basel einen neuen, weiteren Mauerring um seine wachsenden Vorstädte, und das Spalentor sicherte die Hauptstraße nach Westen ins Elsass und nach Frankreich. Waren, Pilger und Heere kamen hier in die Stadt, deshalb erhielt es den reichsten Schmuck aller Tore. In den 1470er-Jahren, als Basel in die Kriege gegen Karl den Kühnen von Burgund verwickelt war, wurde das Tor mit einem Vorwerk verstärkt.
Im 19. Jahrhundert riss Basel wie viele europäische Städte den Großteil seiner Mauern ab, um Platz für Wachstum und Verkehr zu schaffen. Das Spalentor blieb erhalten, zusammen mit dem St. Alban- und dem St. Johanns-Tor, und wurde zum Symbol der alten Stadt. Anfang der 1930er-Jahre ersetzte man die originalen Sandsteinfiguren an der Fassade durch Kopien; die Originale kamen ins Historische Museum Basel.
Worauf du achten solltest
- Das steile Dach aus grün und gelb glasierten Ziegeln in Mustern, ein typisches Detail am Oberrhein.
- Die beiden Rundtürme mit Zinnen links und rechts des Hauptturms.
- Die Madonna und die zwei Propheten an der Außenfassade, Kopien roter Sandsteinfiguren von um 1400.
- Der tiefe Durchgang durch das Tor, in dem du spürst, wie massiv die Befestigung war.
- Das Vorwerk auf der Außenseite, angebaut während der Burgunderkriege.
Figuren, die die Reformation überstanden
1529, während der Reformation, zerschlugen Menschenmengen in Basel die Bilder in den Kirchen. Die Madonna und die Propheten am Spalentor blieben verschont, vielleicht weil sie zu einem städtischen Bau und nicht zu einer Kirche gehörten. Heute sind die um 1400 aus rotem Sandstein gehauenen Originale im Historischen Museum Basel zu sehen, während die Kopien am Tor wie eh und je über die Straße wachen.
Tipps für deinen Besuch
- Schau dir das Tor zuerst von außen an, um Figuren und Vorwerk zu sehen, und geh dann hindurch zur Stadtseite.
- Morgenlicht fällt gut auf die Außenfassade für Fotos.
- Achte rund um das Tor auf Trams und Verkehr; überquere die Straße an den Übergängen.
- Verbinde den Besuch mit einem Spaziergang die Spalenvorstadt hinunter in die Altstadt mit ihren Brunnen und alten Häusern.
In der Nähe
- Botanischer Garten der Universität Basel: einer der ältesten botanischen Gärten der Schweiz, direkt neben dem Tor.
- Spalenvorstadt: eine Straße mit alten Häusern, die vom Tor in die Altstadt führt.
- Petersplatz: ein großer, baumbestandener Platz bei der Universität, wenige Gehminuten entfernt.
- Marktplatz und Rathaus: Basels rotes Rathaus am Marktplatz, etwa 15 Minuten zu Fuß östlich.
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