Roman Theatre of Trieste: Tergeste’s Stage, Hidden Until 1938

The Roman Theatre of Trieste at the foot of San Giusto hill

Das Römische Theater von Triest ist ein Halbkreis aus Steinsitzen am Fuß des Hügels San Giusto, mitten in der Stadt und wenige Minuten von der Piazza Unità d’Italia entfernt. Es wurde um das Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. für die Römerstadt Tergeste gebaut, lag jahrhundertelang unter Häusern begraben und kam erst 1938 wieder ans Licht, als das alte Viertel darüber abgerissen wurde.

Das Römische Theater auf einen Blick

  • Wo: an der Via del Teatro Romano, zwischen der Piazza Unità d’Italia und dem Hang des Hügels San Giusto.
  • Erbaut: Ende des 1. bis Anfang des 2. Jahrhunderts n. Chr., zur Zeit der Kaiser Domitian und Trajan.
  • Was es heute ist: eine archäologische Freiluftstätte mitten in der Stadt, von den umliegenden Straßen aus gut zu sehen.
  • Zeitbedarf: 10 bis 15 Minuten, um es zu umrunden und in die Cavea hinunterzuschauen.

Von Tergeste zu Rena Vecia

Triest wurde im 1. Jahrhundert v. Chr. unter dem Namen Tergeste römische Kolonie und wuchs als Hafen an der Straße von Aquileia nach Istrien. Sein Theater wurde, wie oft bei griechischen und römischen Theatern, an den natürlichen Hang gebaut, mit einer Cavea von rund 64 Metern Durchmesser. Es fasste einige tausend Zuschauer; Sitzreihen und Mauern waren gemauert, die Bühne aus Holz. Bis ins 3. Jahrhundert wurde es genutzt, dann verfiel es, und über die Jahrhunderte baute man Häuser auf und in seine Ruinen.

Die Erinnerung überlebte nur in einem Flurnamen: Die Gegend hieß Rena Vecia, ‚alte Arena‘, und 1814 vermutete der Architekt Pietro Nobile aufgrund dieses Namens ein römisches Theater darunter. Er hatte recht, doch zu sehen war nichts, bis 1938 das mittelalterliche Viertel an dieser Stelle im Zuge einer großen Altstadtsanierung abgerissen wurde. Die Grabungen von 1938 bis 1941 legten Cavea, Orchestra und Teile des Bühnenhauses frei, dazu Statuen und Inschriften.

Worauf du achten solltest

  • Die Sitzreihen der Cavea, die den Hang hinaufsteigen, genau wie die römischen Baumeister es geplant hatten.
  • Die halbrunde Orchestra unten, wo die wichtigsten Zuschauer saßen.
  • Die Reste des Bühnenhauses (scaena) gegenüber den Sitzen, heute nur noch Fundamente und niedrige Mauern.
  • Der Kontrast zwischen dem antiken Stein und den Bauten des 20. Jahrhunderts ringsum, darunter das große Polizeipräsidium aus faschistischer Zeit auf der anderen Straßenseite.
  • Der Weg hinauf auf den Hügel San Giusto hinter dem Theater, zu Kathedrale und Burg auf dem Gipfel.

Wo die Statuen geblieben sind

Bei den Grabungen fand man Marmorstatuen und Inschriftentafeln, die einst die Bühne schmückten. Vor Ort sind sie nicht mehr: Du siehst sie im Städtischen Museum für Geschichte und Kunst und seinem Orto Lapidario, dem Garten der Steinfragmente auf dem Hügel San Giusto. Ein Besuch dort vervollständigt das Bild, wie reich geschmückt dieses bescheidene Provinztheater einmal war.

Tipps für deinen Besuch

  • Geh einmal ganz um die Stätte herum: Aus verschiedenen Blickwinkeln erkennst du die Form von Cavea und Bühne viel besser.
  • Komm am späten Nachmittag, wenn die tiefe Sonne die Struktur der Steinsitze betont.
  • Verbinde den Besuch mit dem Aufstieg auf den Hügel San Giusto zum römischen Forum, zur Kathedrale und zur Burg.
  • Vom Theater sind es nur wenige Minuten zur Piazza Unità d’Italia und zum Meer.

In der Nähe

  • Piazza Unità d’Italia: Triests großer Platz zum Meer, wenige Gehminuten entfernt.
  • Arco di Riccardo: ein römisches Tor aus dem 1. Jahrhundert v. Chr., versteckt in den Gassen der Altstadt ganz in der Nähe.
  • Kathedrale San Giusto: die Hauptkirche der Stadt auf dem Hügel, innen mit Mosaiken in byzantinischem Stil.
  • Burg San Giusto: die venezianisch-habsburgische Festung auf dem Hügel mit Blick über Stadt und Golf.

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