
Helsinki ist für europäische Verhältnisse eine junge Hauptstadt: eine kleine schwedische Handelsstadt, die ein russischer Zar 1812 zur Hauptstadt machte und die nach 1917 zum Herzen des unabhängigen Finnlands wurde. Im Zentrum mischen sich klassizistische Plätze, Jugendstil aus Granit und modernes Design, immer mit Blick aufs Meer. Hier sind die Fakten und Geschichten, die die Stadt besonders machen.
10 spannende Fakten über Helsinki
- Gegründet als Rivalin von Tallinn: König Gustav Wasa von Schweden gründete Helsinki 1550 als Handelsstadt, die Tallinn auf der anderen Seite des Finnischen Meerbusens Konkurrenz machen sollte.
- Hauptstadt per kaiserlichem Erlass: Nachdem Finnland von Schweden an Russland gefallen war, machte Zar Alexander I. Helsinki 1812 anstelle von Turku zur Hauptstadt des Großfürstentums Finnland.
- Ein Zentrum aus einer Hand: Carl Ludwig Engel aus Berlin entwarf die Gebäude rund um den Senatsplatz, darunter den weißen Dom von Helsinki. Er wurde 1852 fertig, zwölf Jahre nach Engels Tod.
- Ein Zar mitten auf dem Platz: Die Statue Alexanders II. auf dem Senatsplatz, enthüllt 1894, ehrt den Zaren, der 1863 den finnischen Landtag wieder einberief und in Finnland als Reformer in Erinnerung ist.
- Ziegel aus einer zerstörten Festung: Die Uspenski-Kathedrale, fertiggestellt 1868, gilt als größte orthodoxe Kirche Westeuropas. Rund 700.000 ihrer Ziegel kamen per Lastkahn aus Bomarsund, einer Festung auf den Åland-Inseln, die im Krimkrieg zerstört wurde.
- Eine Seefestung auf der Welterbeliste: Suomenlinna, ab 1748 auf einer Inselgruppe vor dem Hafen erbaut, wurde 1991 UNESCO-Welterbe.
- Eine Nationalbühne aus Granit: Das Finnische Nationaltheater, gegründet 1872, zog 1902 in seinen nationalromantischen Bau von Onni Tarjanne. Die Statue des Schriftstellers Aleksis Kivi davor stammt von Wäinö Aaltonen und wurde 1939 enthüllt.
- Finland's favourite paintings: the Ateneum art museum, founded in 1887, holds Hugo Simberg's The Wounded Angel from 1903 and Akseli Gallen-Kallela's Aino triptych from 1891, two of the best-loved works of Finnish art.
- A statue that gets a student cap: every year on the eve of Vappu, 30 April, students place a white student cap on Havis Amanda, Ville Vallgren's bronze sea nymph, unveiled at the Market Square in 1908.
- Sauna as heritage: Finnish sauna culture was added to UNESCO's list of Intangible Cultural Heritage in 2020, and Helsinki has public saunas by the sea where you can cool off in the Baltic.
Wie Helsinki Hauptstadt wurde
In 1808, during the war between Sweden and Russia, fire destroyed much of Helsinki's small wooden town. A year later Finland became an autonomous Grand Duchy under the Russian tsar, and in 1812 Alexander I made Helsinki its capital, partly because it was closer to St Petersburg than Turku and was guarded by the Suomenlinna fortress. Johan Albrecht Ehrenström drew up a new town plan, and from 1816 Carl Ludvig Engel filled it with stone buildings in the neoclassical style of St Petersburg: the Senate, the University and finally the cathedral. When Turku itself burned in 1827, the university moved to Helsinki too, and the small port became the country's political and intellectual centre.
Kauppatori, der Marktplatz
Helsinki's Market Square sits right on the South Harbour, between the Presidential Palace and the ferry piers. Stalls sell fresh fish, berries in summer and handicrafts, and tented cafés serve salmon soup and coffee. Next door, the Old Market Hall, opened in 1889, has food stalls and cafés under one roof, and the ferries to Suomenlinna leave from the square.
Was man in Helsinki essen sollte
- Lohikeitto: cremige Lachssuppe mit Kartoffeln, Lauch und Dill, das klassische Mittagessen in den Markthallen.
- Karjalanpiirakka: Karelische Piroggen, dünne Roggenteighüllen mit Milchreisfüllung, dazu Eierbutter.
- Korvapuusti: Zimt-Kardamom-Schnecken, die Standardbegleitung zur finnischen Kaffeepause.
- Muikut: kleine Seefische, Maränen genannt, knusprig frittiert und auf Märkten oft mit Knoblauchmayonnaise verkauft.
- Salmiakki: salty liquorice, an acquired taste that you'll find in every supermarket and kiosk.
Gut zu wissen vor dem Besuch
- The Suomenlinna ferry is part of the city's public transport network, so a regular HSL ticket covers the crossing.
- Tallinn ist mit der Fähre etwa zwei Stunden entfernt, ein Tagesausflug nach Estland ist also leicht machbar.
- Das Tageslicht schwankt enorm: Im Hochwinter ist es nur rund sechs Stunden hell, im Juni geht die Sonne kaum unter.
- Die Stufen des Doms sind ein beliebter Treffpunkt und bieten einen der schönsten Blicke über den Senatsplatz.
Helsinki mit World City Trail entdecken
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Fakten geprüft im Oktober 2026.
