8 Orte in Valencia: La Lonja, die Markthallen und mehr

La Lonja de la Seda in Valencia

Dieser Guide folgt einer Linie quer durch Valencia, von der Stierkampfarena am Nordbahnhof durch die Altstadt bis zum grünen Flussbett des Turia: Plaça de Bous, Mercado Central, La Lonja de la Seda, Kathedrale, die alte Universität La Nau, die Gärten des Parterre, Mercat de Colón und Pont de les Flors. Zusammen zeigen sie den mittelalterlichen Handel der Stadt, Glauben und Gelehrsamkeit und die selbstbewusste Architektur des frühen 20. Jahrhunderts, und alle acht liegen auf einem Spaziergang.

Plaça de Bous

Valencias Stierkampfarena steht an der Carrer de Xàtiva, direkt neben der Estació del Nord. Sie wurde in den 1850er-Jahren nach Plänen von Sebastián Monleón gebaut und 1859 eröffnet. Der klassizistische Entwurf orientiert sich an römischen Amphitheatern wie dem Kolosseum und der Arena von Nîmes: vier Geschosse mit Ziegelarkaden rund um eine Arena von etwa 47,5 Metern Durchmesser. Die wichtigste Stierkampf-Feria findet während der Fallas im März statt, außerdem gibt es hier Konzerte und andere Veranstaltungen.

  • Das Stierkampfmuseum, 1929 eröffnet und eines der ältesten Spaniens, mit mehr als 3.000 Objekten, von denen nur ein kleiner Teil ausgestellt ist.

Mercado Central

Die Zentralmarkthalle wurde 1914 begonnen und im Januar 1928 fertiggestellt. Francesc Guàrdia i Vial und Alexandre Soler i March entwarfen das erste Projekt, nach Änderungen übernahmen Enrique Viedma und Ángel Romaní die Bauleitung. Der Stil ist valencianischer Modernisme mit gotischem Einschlag: Eisen, Glas, Kuppeln und schlanke Säulen über mehr als zweihundert Ständen mit Fisch, Fleisch, Obst, Gemüse und Gewürzen. Sie ist bis heute ein echter Lebensmittelmarkt, für Einheimische ebenso wie für Besucher.

  • Die große Mittelkuppel mit der Wetterfahne obendrauf und das farbige Glas und die Kacheln, die die Halle erhellen.

La Lonja de la Seda

Gegenüber der Markthalle steht die Seidenbörse, erbaut zwischen 1482 und 1533, als Valencia eine der reichsten Handelsstädte am Mittelmeer war. Pere Compte errichtete ihren Hauptsaal, die Sala de Contratación, in rund fünfzehn Jahren, von 1483 bis 1498. Sie ist ein Hauptwerk der valencianischen Spätgotik und seit 1996 UNESCO-Welterbe.

Im Seitenflügel saß das Consolat de Mar, ein Kaufmannsgericht, das Streitigkeiten im Seehandel schlichtete. Ein goldenes Spruchband auf blauem Grund läuft um die Wände des Hauptsaals: Auf Latein sagt das Gebäude, es sei in fünfzehn Jahren erbaut worden, und erinnert die Kaufleute daran, dass ehrlicher Handel gesegnet ist, dass sie nicht betrügen und kein Geld gegen Zinsen verleihen sollen.

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  • Die gedrehten Säulen der Sala de Contratación, die sich wie Palmen in die Rippen des Gewölbes auffächern.
  • Der ummauerte Orangenhof und die Wasserspeier an den Außenwänden.

Kathedrale von Valencia

Der Bau der Kathedrale begann am 22. Juni 1262, nach der christlichen Eroberung der Stadt, an der Stelle der früheren Moschee, die ihrerseits die westgotische Kathedrale ersetzt hatte; deren Reste sieht man in den Ausgrabungen von L’Almoina nebenan. Sie hat drei Portale in drei Stilen: das romanische Almoina-Portal, das älteste; das gotische Apostelportal, bis 1354 vollendet; und das barocke Eisentor an der Plaza de la Reina, begonnen 1703.

Der Glockenturm, der Micalet, wurde 1381 begonnen und 1425 vollendet; er stand einst frei und wurde im 15. Jahrhundert mit der Kirche verbunden. Jeden Donnerstag um zwölf Uhr tagt am Fuß des Apostelportals das Wassergericht, wie seit Jahrhunderten, und entscheidet Streitigkeiten um das Bewässerungswasser im Umland der Stadt.

  • Die Kapelle des Heiligen Kelchs mit einer Schale aus rotem Chalcedon, die viele für den Kelch des Letzten Abendmahls halten; König Alfons der Großmütige schenkte sie im 15. Jahrhundert der Kathedrale. Ihre Herkunft lässt sich nicht beweisen, doch die Steinschale wird ins 1. Jahrhundert datiert.
  • Die Renaissance-Fresken musizierender Engel, um 1474 gemalt und 2004 zufällig unter einem späteren Barockgewölbe entdeckt.
  • Zwei Gemälde von Goya aus dem Jahr 1788 in der Kapelle des heiligen Franz von Borja.

Centre Cultural La Nau

Die Universität Valencia wurde 1499 gegründet, und ihr erster Sitz war ein Haus mit Höfen und Gärten, das die Stadt 1493 an der Stelle des heutigen Gebäudes La Nau gekauft hatte. Den Großteil der Lehre hat die Universität inzwischen woanders hin verlegt; das Gebäude ist heute ein Kulturzentrum mit Ausstellungen und der historischen Universitätsbibliothek. Sie bewahrt Handschriften, Inkunabeln und Drucke ab dem 16. Jahrhundert; der größte Teil der Gründungssammlung ging bei einem Brand verloren, den eine Bombe im Unabhängigkeitskrieg gegen Napoleon auslöste.

El Parterre

Der Parterre ist ein kleiner, streng angelegter Garten an der Plaça d’Alfons el Magnànim, eine grüne Pause zwischen der alten Universität und den Einkaufsstraßen des Eixample. In der Mitte steht ein Reiterstandbild von König Jakob I. von Aragón, der Valencia 1238 den muslimischen Herrschern abnahm und das christliche Königreich Valencia gründete, jenes Ereignis, mit dem auch der Bau der Kathedrale begann. Große alte Bäume beschatten die Wege, an heißen Tagen ein angenehmer Ort für eine Pause.

Mercat de Colón

Diese Markthalle im Eixample wurde zwischen 1914 und 1916 von dem valencianischen Architekten Francisco Mora Berenguer gebaut und am 24. Dezember 1916 eröffnet; sie gehört zu den schönsten Werken des valencianischen Modernisme. Demetrio Ribes entwarf das eiserne Dach. Nach einer umfassenden Restaurierung zwischen 2003 und 2009 werden hier keine Lebensmittel mehr auf die alte Art verkauft: Sie ist heute ein überdachter Platz mit Cafés, Restaurants, einer Horchatería, einem Blumenladen und einigen der ursprünglichen Geschäfte.

  • Der Keramik- und Mosaikschmuck der Hauptfassaden mit Früchten der valencianischen Huerta wie Orangen, Zitronen, Feigen und Granatäpfeln.

Pont de les Flors

Diese Brücke über die Turia-Gärten wurde 2002 eröffnet, entworfen vom Ingenieur Manuel Biedma. Ihre Seiten sind mit Blumen bepflanzt, die mehrmals im Jahr je nach Jahreszeit und Fest gewechselt werden, daher der Name. 2023 benannte der Stadtrat sie nach der früheren Bürgermeisterin Rita Barberá, sodass sie nun offiziell Pont de les Flors – Alcaldessa Rita Barberá heißt.

So siehst du sie auf einem Spaziergang

Beginne an der Plaça de Bous neben dem Nordbahnhof und geh am Rathausplatz vorbei zum Mercado Central und zur Lonja, die einander gegenüberliegen. Weiter geht es durch die Altstadtgassen zur Plaça de la Verge und zur Kathedrale, dann nach Südosten zu La Nau und weiter zum Parterre. Von dort wechselst du ins Eixample zum Mercat de Colón und gehst zum Schluss hinunter zu den Turia-Gärten und zur Pont de les Flors. Besuche den Mercado Central am Vormittag, wenn an den Ständen am meisten los ist.

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Fakten geprüft im Oktober 2026.

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