Schokoladenmuseum Köln: Kakaobäume und ein drei Meter hoher Brunnen

The Chocolate Museum on the Rheinauhafen in Cologne

Das Schokoladenmuseum ist Kölns Museum der Schokolade, ein Bau aus Glas und Metall in Form eines Schiffsbugs auf der Halbinsel im Rheinauhafen, direkt südlich der Altstadt. Es erzählt die Geschichte der Schokolade von den Olmeken, Maya und Azteken bis zu modernen Fabriken und gehört mit rund 650.000 Besuchern im Jahr zu den meistbesuchten Museen Deutschlands.

Das Schokoladenmuseum auf einen Blick

  • Wo: auf der Halbinsel im Rheinauhafen in der Altstadt-Süd, am Rhein, ein Spaziergang am Ufer südlich vom Fischmarkt.
  • Eröffnet: 31. Oktober 1993.
  • Von: gegründet vom Kölner Schokoladenfabrikanten Hans Imhoff; das Gebäude stammt vom Architekten Fritz Eller.
  • Was es heute ist: ein privat betriebenes Museum ohne öffentliche Zuschüsse, seit 2006 mit Lindt & Sprüngli als Partner.
  • Zeitbedarf: etwa zwei Stunden.

Vom Firmenarchiv zum Museum

Hans Imhoff besaß ab 1972 die Mehrheit an Stollwerck, einem der traditionsreichen Kölner Schokoladenhersteller. Als die Firma 1975 an einen neuen Standort in Köln-Westhoven zog, fiel ihm auf, wie viele alte Maschinen, Formen und Dokumente sie besaß, und er hatte die Idee, sie in einem Museum zu bewahren. Viele zweifelten daran, also testete er die Idee 1989, zum 150-jährigen Bestehen von Stollwerck, mit einer Ausstellung im Gürzenich, samt Schokoladenbrunnen. Innerhalb von sechs Wochen kamen mehr als fünfmal so viele Besucher wie erhofft.

Imhoff kaufte einen Teil des alten Rheinauhafens, darunter ein preußisches Zollamt von 1898, den Malakoffturm und eine Drehbrücke, und ergänzte einen Neubau, dessen Form an ein Schiff erinnert. Es war der erste Neubau im heutigen Rheinauhafen-Viertel, und 1993 öffnete das Museum. Nachdem Imhoff Stollwerck 2002 verkauft hatte, wurde 2006 Lindt & Sprüngli Partner des Museums, das heute schlicht Schokoladenmuseum Köln heißt.

Worauf du achten solltest

  • Das Tropenhaus, ein Glaskubus, in dem Kakaobäume wachsen, sodass du die Früchte am Zweig siehst.
  • Die Miniatur-Produktionsanlage, die vor deinen Augen kleine Schokoladentafeln herstellt.
  • Der rund drei Meter hohe Schokoladenbrunnen, an dem Mitarbeiter Waffeln für die Besucher eintauchen.
  • Tassen und Kannen aus Porzellan und Silber, aus denen im 18. und 19. Jahrhundert Trinkschokolade getrunken wurde.
  • Alte Schokoladenautomaten, historische Formen und der Bereich zum Kakao im vorkolumbischen Mittelamerika.

Das Gebäude als Schiff

Schau dir das Museum vom Uferweg aus an: Der Neubau ragt wie ein Schiffsbug in den Rhein, während das Backsteinzollamt von 1898 dahinter liegt. Von der Terrasse am Ende des Rundgangs blickst du über den Fluss zurück auf die Altstadt, Groß St. Martin, den Dom und die Hohenzollernbrücke, einer der schöneren kostenlosen Ausblicke Kölns.

Tipps für deinen Besuch

  • Komm unter der Woche früh; an Wochenenden und in den Schulferien gibt es lange Schlangen und volle Räume.
  • Heb dir den Brunnen auf, bis du die Geschichtsräume gesehen hast, damit du nicht im Zuckerrausch hindurcheilst.
  • Geh von der Altstadt aus am Rhein entlang hin; der Uferweg führt am Malakoffturm und an der Drehbrücke vorbei.

In der Nähe

  • Malakoffturm und Drehbrücke: Hafenbauten aus dem 19. Jahrhundert am Eingang des Museums.
  • Kranhäuser: die drei modernen Büro- und Wohnhäuser in Form von Hafenkränen, ein kurzer Spaziergang südlich im Rheinauhafen.
  • St. Maria Lyskirchen: eine romanische Kirche nahe am Fluss, auf dem Rückweg zur Altstadt.
  • Fischmarkt und Groß St. Martin: der bunte alte Fischmarkt und seine romanische Kirche, ein Spaziergang am Rhein entlang nach Norden.

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